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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Mineraldünger: Absatz weiter rückläufig
In Europa war ein geringes Minus von rund 2% über alle Nährstoffe zu verzeichnen. Für Deutschland fiel der Rückgang mit minus 4% bis minus 14% - je nach Nährstoff - noch deutlicher aus.
In der laufenden Düngesaison wird am Ende mit einer mindestens stabilen Absatzentwicklung gerechnet. Aufgrund der kürzlich verabschiedeten Verschärfungen im nationalen Düngerecht ist künftig in Deutschland jedoch mit geringeren Absätzen vor allem bei Stickstoff und Phosphat zu rechnen. Diese werden allerdings von Region zu Region sehr unterschiedlich ausfallen.
Stickstoff (N)
Für die Ablieferungen von Stickstoffdüngern ergab sich 2015/16 insgesamt ein Minus von rund 6%. Damit erreichte der Absatz insgesamt 1,71 Mio. t. Das entspricht dem langjährigen Durchschnitt und zeigt, dass die Landwirte in Deutschland ihr Düngeverhalten nicht grundsätzlich geändert haben. Vielmehr orientierten sie sich an den erwarteten Ernteerträgen und haben die Nährstoffeffizienz vorangetrieben.
Phosphat (P2O5)
Der Absatz von Phosphatdüngern erreichte im Berichtsjahr 287.762 t und umfasste damit 11.600 t weniger als im Vorjahr. Bei einer Umrechnung dieser Menge auf die landwirtschaftlich genutzte Fläche er - gibt sich eine durchschnittliche Anwendung von 18 km pro Hektar, die weiterhin deutlich unter dem Entzug liegt. Die größten mineralischen Phosphatmengen erreichten die Landwirtschaft in Form von Mehrnährstoffdüngern wie NP - oder NPK - Düngern.
Kali (K2O)
Beim Kaliab satz war ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Der Gesamtabsatz lag bei 397 759 t und damit 62.096 t (minus 14%) unter dem Vorjahr. Der größte Anteil davon entfiel mit 68% auf Kaliumchlorid, während der Anteil von Kaliumsulfat bei 6%lag.
Kalk (CaO)
Der Absatz von Kalkdüngern ging um 10% zurück und lag bei insgesamt 2,43 Mio. t. Davon entfielen 76% auf den „kohlensauren Kalk“, der damit weiterhin der deutlich wichtigste Kalkdünger bleibt.

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