Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Mehr Hagelnetze eingesetzt

Die Verwendung von Schutznetzen gegen Hagel hat in einigen europäischen Obstanbaugebieten inzwischen bereits einen großen Umfang erreicht. Das gilt vor allem für Regionen mit hoher Hagelhäufigkeit wie die Steiermark und das Limousin. Im französischen Limousin sind bereits 85% der Obstfläche mit Netzen versehen. In der als „Hagel-Epizentrum Europas“ bezeichneten Steiermark stehen nach aktuellen Angaben etwa 65 bis 70% der Obstfläche unter Hagelnetzen; im Raum Weiz, dem Gebiet mit der stärksten Anbaukonzentration, sind es sogar rund 80%. Da Neuanlagen grundsätzlich mit hagelnetztauglichem Gerüst ausgestattet werden, nimmt der Anteil eingenetzter Fläche weiter zu. Auch in der Provence werden mit 50 bis 60% der Fläche überdurchschnittlich häufig Hagelnetze verwendet. In anderen Gebieten ist der Anteil deutlich niedriger: Im Trentino sind

es 20 bis 25%, in der Po-Ebene und im Vinschgau jeweils 10 bis 15% sowie im übrigen Südtirol 5 bis 7%.

 

In den nördlichen Anbaugebieten nimmt der Schutz durch Hagelnetze ebenfalls zu. Die nachteiligen Effekte – verminderte Färbung der Früchte, geringerer Zuckergehalt, Alternanzneigung und Reifeverzögerung – als Folge der Lichtabsorption bei ohnehin geringerer Strahlung als im Süden verhindern hier jedoch eine stärkere Verbreitung. Am Bodensee sind etwa 5% der Fläche eingenetzt, in anderen deutschen Anbaugebieten dürften es noch weniger sein. In Belgien stehen im wallonischen Teil einige Hektar unter Netzen, im flämischen Teil gibt es lediglich Testflächen. Auch in den Niederlanden sind die durch Netze geschützten Flächen unbedeutend. (ZMP)

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