Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

LWK Niedersachsen: Unterstützt Leguminosen-Netzwerk

"LeguNet" bringt Fachleute kulturartenübergreifend zusammen - Das im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie geförderte Netzwerk will die heimischen Hülsenfrüchte zugunsten des Klima- und Umweltschutzes stärken.

Das Ziel des Projekts „LeguNet" (Leguminosen-Netzwerk) ist es, Anbau, Verarbeitung und Verwertung von Körnerleguminosen in Deutschland zu fördern sowie Nachfrage und Angebot besser zusammenzubringen. Bild: Schlich/LWK Niedersachsen.

Das Interesse an eiweißreichen Fleischalternativen und Eiweißfuttermitteln steigt stetig – jedoch werden mehr Wertschöpfungsketten und die passenden Absatzmärkte benötigt. Hier setzt ein neues, bundesweites Netzwerk an: Das Ziel von LeguNet (Leguminosen-Netzwerk) ist es, Anbau, Verarbeitung und Verwertung von Körnerleguminosen in Deutschland zu fördern sowie Nachfrage und Angebot besser zusammenzubringen.

Dafür werden in einem kulturartenübergreifenden Körnerleguminosen-Netzwerk Fachleute aus Forschung, Beratung, Züchtung, Erzeugung, Verarbeitung, Handel und Verbänden zusammengebracht sowie modellhafte Wertschöpfungsketten und Praxisbeispiele demonstriert. Eine der insgesamt 17 beteiligten Partnerinstitutionen ist die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK), die für Niedersachsen ein Regionalmanagement übernommen hat: Sie wird vier Demonstrationsbetriebe beim Leguminosenanbau sowie zwei Demobetriebe aus dem Bereich Vermarktung betreuen und Feldtage, Seminare und Schulungen für die Akteure in der Wertschöpfungskette ausrichten. Im Bereich Ökolandbau ist dabei eine enge Zusammenarbeit mit dem Verbundpartner Kompetenzzentrum Ökolandbau Niedersachsen (KÖN) vorgesehen.

Das Projekt knüpft an die Arbeit vorangegangener Demonstrationsnetzwerke, bei denen es vorrangig um Anbaufragen ging, an – wie zum Beispiel das Projekt Sojanetzwerk oder das Lupinennetzwerk. „Durch den Einbezug des vor- und nachgelagerten Bereichs wird nun die gesamte Wertschöpfungskette betrachtet", erklärt Wiebke Schlich, LeguNet-Regionalmanagerin der LWK. „Fragen für den Einsatz in Futter- und Lebensmitteln oder Industrieanwendungen stehen im Vordergrund. Das Projekt umfasst ökologisch wie konventionell wirtschaftende Betriebe gleichermaßen." Auch in Deutschland eher selten angebaute Kulturen wie Kichererbsen und Linsen werden in das Projekt mit einbezogen, denn durch Klimaveränderungen steigt auch ihr Potenzial.

Das bundesweite Netzwerk wird gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft im Rahmen der Eiweißpflanzenstrategie, um die bestehenden Ziele im Klima- und Umweltschutz besser zu unterstützen. (LWK Niedersachen)

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