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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
LTZ Augustenberg: Erster Nachweis der Samuraiwespe
Vermutlich im Jahre 2004 wurde die aus China stammende Marmorierte Baumwanze, die an Blättern und Früchten von über 300 Pflanzenarten aus allen Kulturbereichen saugt, in Europa eingeschleppt. Allein in Südtirol hat die Wanze 2019 im Obst- und Gemüsebau Ernteverluste von über 500 Mio. Euro verursacht. In Deutschland richtete sie in den letzten Jahren vor allem in Südbaden und der Bodenseeregion Schaden im Obst- und Gemüsebau an.
Verschiedene natürliche Gegenspieler halten in Asien die Marmorierte Baumwanze in Schach. Nun haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landwirtschaftlichen Technologiezentrums Augustenberg (LTZ) im Raum Heidelberg einen dieser Gegenspieler, die Samuraiwespe Trissolcus japonicus, gefunden. Damit wurde die nur 2 mm kleine Schlupfwespe erstmals in Deutschland nachgewiesen. Die Experten des LTZ Augustenberg gehen bei den Funden von einer gemeinsamen Verschleppung der Wanze und ihres Gegenspielers nach Deutschland aus.
Im Rahmen des bundesweiten Projekts ProgRAMM, das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) als Projektträger betreut wird, untersucht und kartiert das LTZ Augustenberg bereits seit 2019 invasive Schadinsekten. Für invasive Wanzen wurden bisher über 8.000 Nachweise erfasst. Strategien, wie die Samuraiwespe in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden kann, will das LTZ Augustenberg in einem Forschungsprojekt erarbeiten.
Für den Erwerbsanbau besteht mit dem Auftreten der Samuraiwespe nun die Hoffnung, dass sich der natürliche Gegenspieler der Marmorierten Baumwanze in Deutschland etabliert und als Nützling im Obst- und Gemüseanbau wirkt.

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