Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Lidl Österreich: Biologisch abbaubare Tüten für Obst und Gemüse

Bereits seit 2017 verzichtet Lidl Österreich komplett auf Einweg-Einkaufs-Tüten aus Plastik. Ab Mitte März kommen nun auch biologisch abbaubare Alternativen für Obst- und Gemüse-Tüten in alle 245 Lidl Österreich Filialen.

Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich. Bild: Lidl Österreich.

Die Vorteile der biologisch abbaubaren Tüten liegen auf der Hand: Man kann sie als Sammelhilfe für Lebensmittel-Reste verwenden – die Tüten zersetzen sich sowohl in den Kompostieranlagen aber auch am eigenen Komposthaufen vollständig. Gleichzeitig richten sie im konventionellen Plastik-Recycling keinen Schaden an. Sollte ein Tüten trotzdem nicht den Weg in die Verwertung finden, zersetzt es sich und verschmutzt nicht die Landschaft. Außerdem bleibt Obst und Gemüse, wenn man es in den biologisch abbaubaren Tüten aufbewahrt, nachweislich länger frisch.

„Die biologisch abbaubare Variante ist ein weiterer Schritt zu mehr Nachhaltigkeit. Neben den Vorteilen für die Umwelt werden damit im Idealfall auch noch mehr Lebensmittelreste als bisher gesammelt. Die landen dann nicht im Restmüll, sondern am Komposthaufen oder in Kompostieranlagen. Damit retten wir wertvolle Ressourcen, die als Kompost zur Basis für hochwertigen Humus für unsere Böden werden“, sagt Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Lidl Österreich.

Im Rahmen der 360 Grad Plastikstrategie hat sich Lidl konzernweit drei großen, übergeordneten Zielen verpflichtet:

  • Aus für Einweg-Plastikartikel bis Ende 2019
  • 20% weniger Plastikverpackungen bis 2025
  • 100% recyclingfähige Kunststoffverpackungen bis 2025

Lidl Österreich hat dafür schon viele Maßnahmen umgesetzt:

  • Verkaufsstopp von Einweg-Plastiktüten seit 2017
  • Umweltfreundliche Zellulosenetze für Bio-Gemüse - Bio-Zwiebeln und Bio-Kartoffeln seit 2014 - Bio-Knoblauch, Bio-Rote Rüben und Bio-Rettich seit 2016
  • Weniger Verpackungsmaterial bei Bio-Bananen (-87%) und Eigenmarken-Nüssen (-10 bis -15%)
  • Reduktion unserer Eigenmarken-Waschmittelverpackung bei gleichzeitiger Erhöhung der Konzentration --> So sparen wir rund 17 Tonnen Plastik im Jahr!
  • Verzicht von Polybags aus Plastik bei ausgewählten Textilartikeln --> Einstecker und Banderolen aus Karton als Alternativen
  • Teebeutel der Eigenmarken Lord Nelson und FAIRGLOBE sind zu 100% frei von Kunststoff!
  • Steigerung des Anteils an recyceltem Kunststoff für „Saskia“-PET-Flaschen auf bis zu 60% und Reduktion des Gewichts bei Eigenmarken-PET-Flaschen

Einsatz von Recyclingmaterialien für Reinigungsmittelverpackungen (bis zu 80% aus PET-Recyclingmaterial)Folgende Maßnahme sind unmittelbar vor oder in Umsetzung:

  • österreichweiter Einsatz von biologisch abbaubaren Knotenbeuteln für Obst und Gemüse ab Mitte März 2019!
  • Aus für Einweg-Plastikprodukte (z.B. Trinkhalme, Einweggeschirr usw.) bis Ende 2019
  • Verpackungsempfehlung für unsere Lieferanten zur Nutzung der Potenziale für Plastikeinsparung und Verbesserung der Recyclingfähigkeit unserer Verpackungen.

„Grundsätzlich verwenden wir keine „unnötigen" Plastikverpackungen und arbeiten an einfachen, sinnvollen Lösungen. Unser Fokus liegt auf der Suche nach der idealen Verpackung für das jeweilige Produkt. Vor allem bei unseren Eigenmarken verzichten wir, wenn es möglich ist, auf Verpackungen aus Plastik“, so Schug weiter.

Manchmal ist Verpackung aber wichtig, zum Beispiel, um Lebensmittel beim Transport zu schützen oder auch um Bio-Produkte von konventionellen Waren zu trennen. Das Thema Kunststoff ist generell sehr komplex. Es geht um ganzheitliche Lösungen. Darum arbeitet Lidl Österreich mit Akteuren entlang der gesamten Wertschöpfungskette zusammen. Das sind nicht nur Produzenten, Lieferanten und Abfallentsorger, sondern vor allem auch die Konsumenten, deren Kaufverhalten ebenso ausschlaggebend ist. (Lidl Österreich)

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