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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
LGS Oberhessen: Azubis pflanzen 5.000 Blumenzwiebeln
„Wenn wir sie dort einpflanzen, wo sie liegen bleiben, wirkt das natürlicher als in Reihen angeordnet“, erklärt er. Sophia Eckel, Christian Steffen und Kimi Peppel wissen das längst. Knapp 5.000 Zwiebeln haben die Auszubildenden der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau in den vergangenen drei Tagen gepflanzt. Unter anderem 500 Krokusse vor dem Gradierwerk und in der Nähe der kleinen Außenbühne der Trinkkuranlage sowie zahlreiche blaue Hasenglöckchen an der Baumgruppe der Kaukasischen Flügelnüsse. Im März und April werden sie blau blühen und zur Landesgartenschau 2027 vermutlich einen dichten Teppich bilden.
Hyacinthoides non-scripta, Camassia oder Narcissus ‘Tête-à-Tête’ – die botanischen Namen kommen den Dreien flüssig über die Lippen, klingen in ihren Ohren so vertraut wie der Refrain eines Rapsongs. Sophia, Kimi und Christian sind sich ihrer besondere Ausbildungssituation bewusst. Drei Jahre dauert ihre Lehre zur Gärtnerin beziehungsweise zum Gärtner in der Fachrichtung Garten- und Landschaftsbau bei der Landesgartenschaugesellschaft. Das Konstrukt des interkommunalen LGS-Ausbildungsverbundes ist neu und wurde in enger Abstimmung mit dem Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen entworfen. Wie das Großereignis selbst ist die Ausbildung interkommunal, denn die LGS gGmbH als Ausbildungsbetrieb kooperiert mit Kommunen und GaLaBau-Fachbetrieben. Die Auszubildenden arbeiten in den städtischen Bauhöfen in Echzell und Büdingen. In Gießen besuchen sie die Berufsschule, ergänzt wird der Unterricht durch die überbetriebliche Ausbildung in Erfurt und Witzenhausen. Monika Prokasky und Siegfried Buchhold vom LGS-Team bilden die Nachwuchskräfte aus und prüfen die vermittelten Ausbildungsinhalte. Sie organisieren auch spezielle themenbezogene Ausbildungswochen. Nach erfolgreicher Lehre sollen die Azubis langfristig bei den Kommunen angestellt werden.
Mit angeschnallten Knieschonern stechen die drei in die vom Regen aufgeweichte Erde. Das geht fix. Zwischendurch aufzustehen, kostet nur Zeit. „Für solch große Mengen lohnt sich ein professionelles Werkzeug“, erklärt Siegfried Buchhold und deutet auf einen leicht verbogenen Zwiebelpflanzer. Die Pflanztiefe variiert, sollte aber ungefähr das Zwei- bis Dreifache der Zwiebel betragen. Die Wurzel zeigt nach unten, mit Erde werden die Zwiebeln wieder bedeckt. Noch einmal andrücken, fertig.
Während des Pflanzens erklärt Buchhold, welche Zwiebeln sich für welchen Platz eignen. Für schattige Bereiche oder an Gehölzen sind es zum Beispiel Winterling, Märzenbecher, Blaustern oder Sternhyazinthe. Als höhere Blumenzwiebelarten zwischen Gehölzen kommen Kaiserkrone, Tulpen, Dichternarzissen und Zierlauch infrage. Sonnenliebhaber sind unter anderem Narzissen, Hyazinthen und Tulpen. Von letzteren gibt es 15 Sortengruppen. Was die jungen Leute auch lernen: Blühen Narzissen nicht, liegt es oft daran, dass die Zwiebeln nicht tief genug gesetzt wurden oder der Boden zu nährstoffarm ist. Kompost oder Lauberde einzuarbeiten, hat sich bewährt.
Nach vier Monaten fällt die Zwischenbilanz der drei Auszubildenden positiv aus. „Es ist ein Glücksgriff, bei der Landesgartenschau angestellt zu sein“, sagt Christian Steffen, der bei GaLaBau Paul Sonntag in Butzbach und beim Bauhof in Echzell arbeitet. Die Fachbetriebe seien sehr gut ausgewählt, die beiden Ausbilder hoch engagiert. Auch für Sophia habe es vom ersten Tag an gepasst. „Ich wusste erst nicht, was auf mich zukommt.“ Doch bei der Firma Naturtalent in Marköbel fühlt sie sich bestens aufgehoben. Die Möglichkeit zu wechseln, gibt auch Kimi Sicherheit, wobei er gern bei der Firma Dillmann in Nidderau arbeitet und seine Aufgaben als sehr abwechslungsreich beschreibt.
Sie haben es geschafft. Die letzten Blumenzwiebeln sind in der Erde, die 5.000 komplett, schlummern in der Erde. Bis zum Frühjahr…

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