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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
LfL: Ökozüchtung von zentraler Bedeutung
Vielfach denkt man bei Ökolandbau an die Verwendung alter Sorten und bedrohter Rassen. Diese sind wichtig, aber auch Ökolandwirte müssen die von ihnen verwendete Genetik kontinuierlich an Klimawandel und geänderte Rahmenbedingungen anpassen. Pflanzenzüchtung und Tierzucht sind daher zwei Bereiche von zentraler Bedeutung für die Weiterentwicklung des Ökolandbaus in Bayern. Auf der LfL-Jahrestagung am 5. Dezember 2023 in Poing-Grub bei München diskutierten rund 100 Teilnehmende aus Landwirtschaftsverwaltung, Forschung, Praxis und Beratung mit den Referentinnen und Referenten über die speziellen Anforderungen des ökologischen Landbaus in diesen zentralen Bereichen der landwirtschaftlichen Forschung.
Im Öko-Pflanzenbau ist heute die Verwendung ökologisch vermehrten Saat- und Pflanzgutes Standard, die EU lässt hier nur noch wenige Ausnahmen zu. Züchtung unter Ökolandbau-Bedingungen und Selektion auf die speziellen Eigenschaften, welche die Pflanzen im Ökolandbau brauchen, werden hingegen erst von einigen wenigen, kleinen Züchterhäusern praktiziert. Das Interesse am Thema nimmt aber rasch zu. Erfolgreiche Konzepte, Programme und Perspektiven wurden auf der Jahrestagung intensiv diskutiert. Im Mittelpunkt standen dabei die in der LfL-Züchtungsforschung bearbeiteten Kulturarten bzw. -artengruppen Mais, Kartoffeln, Getreide und Leguminosen sowie Futterpflanzen. Zudem wurde die Arbeit der Ökozüchtungs-Plattform Ruhstorf und des Forums zur Förderung der ökologischen Pflanzenzüchtung in Bayern vorgestellt. Diese Kooperation zwischen öffentlicher Forschung und privater Züchtung ist eine sehr gute Basis, um die Entwicklung von Sorten für den Ökolandbau zu fördern.
Auf der Tagung präsentierten Forschende der LfL, der Ökologischen Tierzucht gGmbH und des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL), teils in Zusammenarbeit mit weiteren Partnerorganisationen, in acht Vorträgen und 13 Posterbeiträgen ihre Ergebnisse aus der ökologischen Pflanzenzüchtung und Tierzucht. In zwei interaktiven Podiumsdiskussionen wurden die Fragen „Wohin geht es mit der Ökozüchtung?“ und „Braucht die ökologische Tierzucht eigene Zuchtprogramme?“ thematisiert. Stephan Sedlmayer, Präsident der LfL, eröffnete die Tagung. Grußworte von Wolfgang Wintzer aus dem bayerischen Landwirtschaftsministerium sowie Maria Lena Hohenester (Geschäftsführerin der Landesvereinigung für den Ökologischen Landbau in Bayern, LVÖ) und die Keynote von Dr. Sabine Zikeli (Universität Hohenheim) zur „Pflanzenzüchtung für den ökologischen Landbau – Prinzipien, Konzepte, Umsetzung in die Praxis“ komplettierten das Tagungsprogramm.

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