Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

LfL: Neue Gentechnik - Klare Regelungen gefordert

Die Deregulierung der Neuen Gentechnik wird die Landwirtschaft und Pflanzenzüchtung in Europa nachhaltig verändern.

Gerstenzüchtung: Händische Kreuzung. Bild: Birgit Gleixner, LfL.

Dies wurde beim Forum zur Förderung der ökologischen Pflanzenzüchtung Mitte April an der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Freising deutlich. Die Vertreter von Pflanzenzucht und Ökoverbänden formulierten dabei die verschiedenen Erwartungen und Bedenken, die Veranstaltung zeigte aber auch gemeinsame Positionen zu zentralen Handlungsfeldern auf.

Bei seiner 13. Sitzung hat sich das "Forum zur Förderung der ökologischen Pflanzenzüchtung in Bayern" an der LfL der geplanten Deregulierung der Neuen Gentechnik (NGT) auf EU-Ebene und deren Auswirkungen auf ökologische Pflanzenzüchtung, Landwirtschaft und Wertschöpfungsketten gewidmet. Im Mittelpunkt stand der intensive Austausch zu den verschiedenen Facetten dieses Themas: Die Mitglieder des Forums, bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter aus Forschung, Züchtung, Verarbeitung, Verbänden und Verwaltung diskutierten dabei gemeinsam mit externen Referenten die rechtlichen, ökonomischen und ethischen Dimensionen der neuen Gesetzgebung.

In den Impulsvorträgen der externen Referenten Gebhard Rossmanith (Dachverband Ökologische Pflanzenzüchtung), Thomas Lang (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft) und Dr. Markus Gierth (Bundesverband Deutscher Pflanzenzüchter) wurde deutlich, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die Deregulierung ausfallen – und wo sich dennoch gemeinsame Handlungsmöglichkeiten abzeichnen. Während Vertreter der bayerischen und bundesdeutschen Pflanzenzüchter Chancen in der Anwendung neuer Züchtungsmethoden sehen, äußerten Öko-Züchter, Verbände und Verarbeiter deutliche Bedenken hinsichtlich wachsender Abhängigkeiten durch Patente, Koexistenz, Transparenz und den Schutz gentechnikfreier Wertschöpfungsketten.

Trotz unterschiedlicher Positionen zur Deregulierung selbst zeigte sich das Forum Ökozüchtung in zentralen Forderungen geschlossen: So müssten Patente auf Pflanzen und Züchtungsverfahren verhindert oder streng begrenzt werden. Koexistenzregelungen – inklusive Haftungsfragen, Abstandsregelungen und Schutz ökologischer Regionen – werden als zwingend notwendig erachtet. Um die ökologische Züchtung langfristig abzusichern, müssten zudem Genbanken und Biosaatgut gentechnikfrei bleiben. Die Politik wurde schließlich aufgefordert, klare Rahmenbedingungen zu schaffen, bevor NGT 1 Pflanzen in die landwirtschaftliche Praxis gelangen.

In der Diskussion wurde auch die Notwendigkeit einer europäischen Taskforce zur Sicherung gentechnikfreier Züchtungsressourcen betont. Zudem wurde eine staatliche Finanzierung von Sammlung, Koordination und Schutzmaßnahmen gefordert. Das Forum will die Entwicklungen auch künftig eng begleiten und wird die Ergebnisse und die Positionen der einzelnen Akteursgruppen zusammenstellen.

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