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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Leipzig: Russischer Discounter eröffnet erste Filiale
Unter dem Motto „Jeden Tag nur Tiefstpreise“ eröffnete die erste Filiale des russischen Lebensmittelhändlers Torgservis unter dem Namen „Mere“ in einem ehemaligen Aldi-Markt in Leipzig.
Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) hat vor diesem Hintergrund vor einer weiteren Verschärfung des Preiskampfs bei Lebensmitteln gewarnt. Die Eröffnung der bundesweit ersten Filiale des russischen Discounters „Torgservis“ sei ein „Alarmsignal“, sagte der NGG-Vorsitzende Guido Zeitler. „Wer mit dem Versprechen antritt, die ohnehin schon günstigen Lebensmitteldiscounter in Deutschland drastisch zu unterbieten, der dreht weiter an der Preis-Abwärts-Spirale. Aber Lebensmittel sind Qualitätsprodukte, die nicht unter Wert verkauft werden dürfen“, so Zeitler weiter. „Lebensmittel dürfen keine Ramschware sein. Die Beschäftigten der Ernährungsindustrie bezahlen Dumping-Lebensmittel mit Druck auf Löhne und Arbeitsbedingungen oder sogar mit dem Abbau von Jobs“, so der Gewerkschafter abschließend.
Juniorprofessor Erik Maier von der Handelshochschule Leipzig rechnet dem russischen Lebensmitteldiscounter Torgservis mit seiner deutschen Tochter TS-Markt nur geringe Chancen auf dem deutschen Markt zu. „Formate wie dieser Discounter, die es vorher auf dem deutschen Markt versucht haben, sind gescheitert. Wenn Filialen bleiben, dann sind sie eher ein Randphänomen mit einer engen Zielgruppe“, so der Fachmann für Handel- und Multi-Channel-Management im Gespräch mit dem MDR-Magazin „Umschau“.
„Wir wollen zuerst in Ostdeutschland Fuß fassen“, teilt das Unternehmen schriftlich mit. Medienberichten zufolge, will die Firma in Deutschland 100 Läden eröffnen. „Selbst wenn sie diese 100 Filialen auch tatsächlich eröffnen, so ist es unmöglich, Discountern wie Aldi oder Lidl Konkurrenz zu machen“, so Maier weiter. Nach Ansicht des Handelsexperten seien die Margen im deutschen Lebensmittelhandel sehr gering und die Marktmacht der „Platzhirsche“ sehr groß: „20% günstiger als Aldi kann ich mir bei bestimmten Produkten gut vorstellen, denn solche Märkte machen klassischen Restartikelverkauf. Zusätzlich verkaufen sie Produkte, die es in anderen Märkten nicht gibt bzw. Waren von niedriger Qualität.“ Maier weist zudem darauf hin, dass beim Import nach Deutschland Zölle in Höhe von durchschnittlich 5 bis 20% vom Warenwert anfielen. (Quellen: NGG, Umschau)

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