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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
LEH: Umstellung auf regionales Gemüse kommt zu spät
Seit vielen Wochen steht qualitativ hochwertiges Gemüse aus regionaler Produktion zur Verfügung. Leider bot sich den Verbrauchern in den Regalen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) ein anderes Bild. Angeboten wurde insbesondere spanische Ware, oftmals zu Dumpingpreisen. Zwar stellten derzeit viele Handelsunternehmen auf heimische Erzeugnisse um, allerdings kommt dieser Wechsel aus Sicht des Präsidenten des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Pfalz Süd e.V., Eberhard Hartelt, deutlich zu spät.
Durch die Billigimporte aus Spanien zu Beginn der Saison sei der Markt erheblich unter Druck geraten und Erzeugnisse aus der Region fanden keine Abnehmer. Die Preise seien daraufhin eingebrochen und verbreitet nicht mehr kostendeckend gewesen. Der BWV-Präsident kritisiert das Verhalten des LEH. In den Hochglanzprospekten werde immer wieder die Regionalität beworben, aber in der Einkaufspolitik der Unternehmen sei diese offenbar nicht mehr von Bedeutung. Es könne außerdem nicht sein, dass der LEH immer wieder zusätzliche Auflagen von den deutschen Produzenten verlange, die deutlich über die schon sehr hohen gesetzlichen Standards hinausgehen und die Erzeuger dann auf ihrer Ware sitzenlässt.
In kaum einem anderen Land weltweit gelten strengere Vorgaben als in Deutschland und auch der Mindestlohn ist wesentlich höher als in anderen EU-Ländern. So müssten die hiesigen Betriebe ihren Saisonarbeitskräften das Doppelte bezahlen als ein spanischer Berufskollege, so Hartelt. Unter diesen Produktionsbedingungen ist eine Kostenführerschaft für die heimischen Betriebe nicht erreichbar. Dies müsse der LEH honorieren im Sinne der gesellschaftlich erwünschten Regionalität in der Erzeugung von Lebensmitteln.
BWV-Präsident Hartelt möchte aber die vorbildlichen Händler nicht unerwähnt lassen, die direkt mit dem Saisonbeginn auf Gemüse aus der Region umgestellt haben. Diesen Unternehmen wolle er ausdrücklich dafür danken, dass sie die heimische Landwirtschaft, auch im Sinne der Verbraucher unterstützen und Regionalität in diesen Fällen kein Lippenbekenntnis geblieben ist. (BWV)

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