Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

LeguAn: Will Image von Hülsenfrüchten stärken

Eine Verbesserung der Vermarktungschancen für Lebensmittel, die aus Erbsen oder Ackerbohnen hergestellt sind und eine Wiederbelebung des Anbaus von heimischen Eiweißpflanzen ist daher das Ziel des Verbundprojekts "LeguAN" (LeguAN - Innovative und ganzheitliche Wertschöpfungskonzepte für funktionelle Lebens- und Futtermittel aus heimischen Körnerleguminosen vom Anbau bis zur Nutzung).

Erbsen und Ackerbohnen sind besonders reich an wertvollen Eiweißen und Pflanzenstoffen. Doch der Anbau dieser Eiweißpflanzen (Leguminosen) geht seit Jahren zurück. Eine Verbesserung der Vermarktungschancen für Lebensmittel, die aus Erbsen oder Ackerbohnen hergestellt sind und eine Wiederbelebung des Anbaus von heimischen Eiweißpflanzen ist daher das Ziel des Verbundprojekts "LeguAN" (LeguAN - Innovative und ganzheitliche Wertschöpfungskonzepte für funktionelle Lebens- und Futtermittel aus heimischen Körnerleguminosen vom Anbau bis zur Nutzung). 

Es wird seit Oktober 2011 vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) gefördert. Mit modernen Technologien werden die Inhaltsstoffe der Leguminosenarten modifiziert und so die steigende Nachfrage nach hochwertigen pflanzlichen Eiweiße und sekundären Pflanzenstoffen erreicht. Durch die präzise Züchtung wird der Anteil sekundärer Pflanzenstoffe erhöht, ohne den Eiweißgehalt und die -zusammensetzung zu beeinträchtigen. 

Die auf heimischen Hülsenfrüchten basierenden neuen Lebensmittel werden vor allem auf ihr gesundheitsförderndes Potenzial für den Menschen untersucht und dieses in Humanstudien wissenschaftlich belegt. So geht es unter anderem um antidiabetische Effekte oder blähungsvermeidende Wirkungen. Die Forschungsarbeiten sollen das Marktpotenzial für Produkte aus Hülsenfrüchten erhöhen und den regionalen Anbau von Leguminosen fördern, wobei eine begleitende Akzeptanzstudie bei den Verbrauchern sämtliche Phasen des Projektes unterstützt. 

So konnte in der ersten Phase des Projektes ermittelt werden, dass über ein Drittel (37 %) der Verbraucher Hülsenfrüchte als vitamin-, ballaststoff- und eiweißhaltig einstufen und dementsprechend als "gut für den Körper" ansehen. 20 Prozent aller Aussagen bezogen sich dabei auf bestimmte Gerichte wie Linsen- oder Bohnensuppen sowie Eintöpfe, bei denen Hülsenfrüchte als "lecker" beschrieben wurden. Im Gegensatz dazu beschreiben nur 5% der Befragten die Zubereitung von Hülsenfrüchten als einfach. Eine Gruppe von 9% der Befragten bemängelte sogar, dass die Zubereitung zu aufwendig sei, da sie kaum Rezepte besitzen und die Verarbeitung z. B. durch vorheriges Einweichen meist zeitintensiv ist. Nur 12% aller Aussagen bezogen sich auf Verdauungsprobleme, die durch den Verzehr von Hülsenfrüchten verursacht werden können. 

Beim Kauf von Obst und Gemüse, das heißt auch bei Hülsenfrüchten, stellen die Regionalität neben dem Preis und der Frische für die Verbraucher die wichtigsten Kriterien dar. Das Thema Nachhaltigkeit wird dementsprechend an Raum gewinnen. Die Federführung des Projektes LeguAn ist am Institut für Lebensmittelchemie der Universität Hamburg angesiedelt. 17 Einrichtungen aus Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft beteiligen sich an dem Verbundprojekt, für das insgesamt rund 2,9 Mio. Euro zur Verfügung stehen. Projektträgerin ist die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung im Rahmen des Programms zur Innovationsförderung des BMELV. (Quelle: www.aid.de) 

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