Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

"Lebensraum Friedhof": Exkursionen für Kinder

Der Umgang mit dem Thema Tod fällt den meisten Menschen schwer. Noch problematischer ist es für Erwachsene, wenn Kinder Fragen über das Sterben stellen. Eine Gärtnermeisterin bietet ab sofort spezielle Führungen für Kinder ab der dritten Schulklasse zum Thema Trauer und Tod an. Unterstützt wird das Projekt von der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung und der Hansestadt Lübeck.

Exkursionen unter dem Motto „Lebensraum Friedhof“. Bild: GABOT.

Sabine Watzinger, Friedhofsgärtner-Meisterin bei der Gärtnerei Hinze in Lübeck, hatte die Idee für das neue Angebot. „Wie ich aus eigener beruflicher und privater Erfahrung weiß, ist es sehr schwer, für sich selbst einen Weg zu finden, mit Trauer und Tod umzugehen“, sagt sie. In einer schmerzhaften Zeit nach dem Verlust - beispielsweise des eigenen Elternteils - als Erwachsener die notwendige Kraft aufzubringen, mit den Kindern über den Tod eines geliebten Menschen zu sprechen, fällt vielen schwer. „Der Kopf ist voll von Dingen, die zu erledigen sind. Das Herz ist schwer. Man möchte selbst getröstet werden, aber keine unbequemen Fragen von Kindern hören“, berichtet Sabine Watzinger.

Nur: Kinder haben viele drängende Fragen über das Sterben, über das Abschiednehmen, über Beerdigungen und Friedhöfe. Auch das weiß die 43-Jährige nur zu genau: „Im vergangenen Jahr haben wir einen Projekttag mit Schüler:innen der Paul-Gerhard-Schule auf dem Vorwerker Friedhof gestaltet - und der Wissensdurst der Kinder war immens.“

Ist Weinen oder Lachen bei einer Beerdigung erlaubt? Wie schwer ist so ein Sarg? Gibt es eine Seele? Und was passiert eigentlich mit dem Körper nach dem Tod? Fragen, die beantwortet werden wollten - und wurden. „Aus diesen Erfahrungen ist die Idee für die kindgerechten Führungen zum Thema Tod und Trauer erwachsen“, beschreibt Sabine Watzinger.

Das neue Angebot richtet sich speziell an Schulklassen ab Jahrgang 3 in Lübeck. Gefördert werden die jeweils zweistündigen Exkursionen, die unter dem Motto „Lebensraum Friedhof“ stehen, durch die Gemeinnützige Sparkassenstiftung zu Lübeck und der Hansestadt Lübeck durch die Bereiche Schule und Sport sowie Stadtgrün und Verkehr. Die Gärtnerei Hinze in der Friedhofsallee und die Bestattungsgesellschaft Schäfer & Co unterstützen das Projekt ebenfalls.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten einen kindgerechten Überblick über die Arbeit eines Bestatters und bekommen Antworten auf die Fragen, wie so eine Beerdigung abläuft, welche Grabarten es gibt. „Wir vermitteln die Bedeutung des Friedhofs als Ort der Trauer, aber auch als Ort der Begegnung - und weshalb Friedhöfe so etwas wie die „grünen Lungen“’ der Städte und damit wichtige Rückzugsorte vieler Tierarten sind“, fasst Sabine Watzinger zusammen. Religiöse Aspekte klammert die Gärtnermeisterin bewusst aus.

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