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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Lebensmittelpreise: Langfristiger Trend zeigt nach oben
Der Handelsverband Deutschland (HDE) weist die Kritik des Bauernverbandes zurück, wonach die Preisgestaltung im Lebensmitteleinzelhandel Hauptursache für die Existenzprobleme der Bauern sei. Zwar stiegen die Preise für Nahrungs- und Genussmittel in den ersten sieben Monaten des laufenden Jahres nur um moderate 0,3%. „Dies ist jedoch auch vor dem Hintergrund deutlicher Preissteigerungen der Vorjahre zu sehen“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. So verteuerten sich Lebensmittel zwischen 2010 und 2014 um rund 11% und damit spürbar stärker, als die Verbraucherpreise insgesamt. Zu diesem Anstieg hatte auch die Entwicklung der Milchpreise beigetragen, die im genannten Zeitraum um 23% (H-Milch), beziehungsweise um 24% (frische Milch) nach oben kletterten.
Auch wenn im ersten Halbjahr die Verbraucherpreise für frische Vollmilch und H-Milch um rund 10% nachgaben, liegen die Preise trotz dieser Korrektur nach unten heute immer noch um rund 12% über dem Niveau aus 2010.
Der Preisrückgang hatte seine Ursache vor allem in einer hohen Angebotsmenge. Die Produktion von Molkereiprodukten legt weiterhin deutlich zu. Dabei gehen immer mehr Produkte in den Export. „Eine einseitige Abhängigkeit der Milchwirtschaft vom Lebensmittelhandel gibt es nicht. Die Ausweichoptionen für die Hersteller von Molkereiprodukten sind erheblich.“ Lediglich 42% des Lieferantenangebotes zu Herstellerabgabepreisen werden vom Lebensmittelhandel bezogen. Fast die Hälfte geht in den Export und in die Weiterverarbeitung. (PdH)

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