- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Lebensmittelbetrug: Waldheidelbeeren häu...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Lebensmittelbetrug: Waldheidelbeeren häufig durch günstigere Arten ersetzt
Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit gab nun das Ergebnis bekannt: In 50% der Proben waren gar keine Waldheidelbeeren enthalten, sondern andere Heidelbeerarten.
Im Zeitraum von Dezember 2023 bis Mai 2024 untersuchten acht Bundesländer 70 Proben mit der Angabe „Waldheidelbeeren" im Namen oder im Zutatenverzeichnis, um festzustellen, ob die Früchte durch andere Heidelbeerarten ersetzt wurden. Das Augenmerk bei den Untersuchungen lag hauptsächlich auf Konserven. Doch auch tiefgekühlte und getrocknete Produkte gehörten zum Probenspektrum. Ebenfalls herangezogen wurden je eine Probe Fruchtaufstrich und Saft.
Verbraucherinnen und Verbraucher können nach den Leitsätzen der Deutschen Lebensmittelbuchkommission für Obsterzeugnisse bei Obstkonserven mit der Bezeichnung „Waldheidelbeeren" erwarten, dass diese aus den Früchten der Waldheidelbeere Vaccinium myrtillus L. hergestellt werden. Das ist für den Verbraucherschutz insofern bedeutsam, weil Waldheidelbeeren in der Regel zu höheren Preisen gehandelt werden als andere kommerziell relevante Heidelbeerarten, etwa Kulturheidelbeeren „Vaccinium corymbosum".
Die Probenahme fand vor allem im Einzelhandel statt, daneben wurden die Stufe des Onlinehandels, der Großhändler und Hersteller berücksichtigt. Die Auswertung ergab, dass 76% der analysierten Obstkonserven fälschlicherweise als Waldheidelbeeren deklariert wurden. Auch eine Probe getrocknete Waldheidelbeeren aus dem Onlinehandel wurde als irreführend beurteilt. Keine der anderen untersuchten Produktgruppen zeigte Auffälligkeiten.
Das Thema Austausch von Waldheidelbeeren wurde auf Vorschlag des Landes Berlin als OPSON XIII-Schwerpunkt in Deutschland ausgewählt. Dort war 2021 aufgefallen, dass ein hoher Anteil der überprüften Heidelbeerkonserven andere Arten enthielt als angegeben.

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.