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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Landvolk: Neue Förderung, aber viele offene Fragen
Nach den Plänen des Bundesumweltministeriums sollen zukünftig die Wiedervernässung entwässerter Moorböden und der Anbau sogenannter Paludikulturen gefördert werden. In einer Paludikultur werden auf wiedervernässsten Moorböden Torfmoose, Nassgräser oder Schilf für die stoffliche Nutzung angebaut.
Bislang mangelt es jedoch an funktionierenden Wertschöpfungsketten für das Erntegut aus Paludikulturen, und die Entwicklung von Erntemaschinen steht erst am Anfang. Mit der Förderrichtlinie für Paludikultur will das Bundesumweltministerium (BMUKN) im Rahmen des Aktionsprogramms Natürlicher Klimaschutz (ANK) zeitnah ein neues Förderprogramm starten, mit dem die nasse Bewirtschaftung von Moorböden unterstützt werden soll. Bei der Sitzung der Arbeitsgruppe Moorbauern des Landvolk Niedersachsens stellte ein BMUKN-Vertreter die wesentlichen Ziele des Programms vor, das sich derzeit in der EU-Notifizierung befindet und voraussichtlich im April veröffentlicht wird.
Die neue Richtlinie soll die Beratung der Eigentümer und Bewirtschafter von Moorböden und die Wiedervernässung fördern sowie den damit verbundenen Wertverlust der Flächen kompensieren. Die Bewirtschafter sollen für die entgangenen Deckungsbeiträge für einige Jahre Kompensationszahlungen erhalten. Auch die Aufbereitung und Vermarktung der Paludikulturen soll bezuschusst werden, um jährlich 2,25 Mio. Tonnen Treibhausgasemissionen einzusparen. Mit dem anstehenden Förderprogramm will das BMUKN Anreize für eine freiwillige Vernässung von Moorböden schaffen. Auch die Nutzung durch Moor-Photovoltaik sei nach einer Wiedervernässung erlaubt.
Die Reaktion und Fragen der anwesenden Landwirte waren kritisch. „Entscheidend wird sein, das während der Laufzeit von 20 Jahren eine wirtschaftliche Nutzung entstanden ist“, sagte Dr. Karsten Padeken, Vorsitzender der AG Moorbauern. Er ermutigte die Landwirte, sich über das Wertschöpfungspotenzial des Förderangebots zu informieren. „Wichtig ist, dass das Geld den Bewirtschaftern zugutekommt und nicht schon in den Planungsprozessen verschwindet“, betonte er. Zudem kam unter den Landwirten die Frage auf, welche Bürde sie mit der Wiedervernässung ihren Nachfolgern hinterlassen.
„Die Wiedervernässung steht als Last im Grundbuch und ist nicht umkehrbar“, verdeutlichte Padeken, der selbst in der Wesermarsch auf Moorböden einen Milchviehbetrieb bewirtschaftet. Die Mitglieder der AG Moorbauern forderten daher einen Baukasten mit Alternativen zur Wiedervernässung, insbesondere die Untersuchung des Klimaschutzpotenzials von Deckkulturen und Baggerkuhlungen sollte durch das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz gefördert werden. (LPD)

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