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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Kurzumtriebsplantagen: Pflanzenschutz wird zunehmend wichtig
Für die Anlage von Kurzumtriebsplantagen (KUP) werden überwiegend Pappeln und Weiden angepflanzt. Zurzeit sind dafür nur einige wenige Sorten im Anbau und zugelassen. Das wiederum hat eine geringe genetische Diversität bei gleichzeitig hoher räumlicher Homogenität zur Folge. Alles zusammen lässt einen weiteren Anstieg der Schäden durch Pilze und Schadinsekten im Zuge der Ausweitung dieser Landnutzungsform erwarten, so das Fazit von Christiane Helbig und Richard Georgi vom Institut für Waldbau und Forstschutz, Tharandt, in ihrem Vortrag zur Phytosanitären Situation in KUP in Deutschland anlässlich des Kongress Agrarholz 2013.
Als Hauptschädlinge fanden die beiden Experten den Roten Pappelblattkäfer Chrysomela populi L und an Weiden den Blattkäfer Phratora vulgatissima. Bei den pilzlichen Krankheiten spielten vor allem der Blattrost (Melampsora spec.) und der Pappelrindenbrand (Cryptodiaporthe populae) eine wichtige Rolle. Durch das zunehmende Auftreten dieser Schädlinge und Pilzkrankheiten werde die extensive Bewirtschaftung von Flächen - einer der Hauptgründe für das Anlegen von KUP- in Frage gestellt, so Georgi und Helbig.
Pflanzenschutzmaßnahmen werden beim Anbau von Agrarholz in Kurzumtriebsplantagen zunehmend nötig, so die Prognose der Wissenschaftler. Als ebenso wichtig erachten sie die Züchtung toleranter Sorten und die Förderung natürlicher Gegenspieler, wie Wanzen, Spinnen und Schwebfliegenlarven. Nicht zuletzt müssten Methoden für die Überwachung und Voraussage des Massenauftretens von Schädlingen entwickelt werden.
(Dr. Volker Bräutigam, aid)

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