Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Kuipers: Bau in vollem Gange

In Emsbüren, unweit der Autobahnen A 30 und A 31, entsteht gerade der neue Gartenbaubetrieb des Niederländers Bennie Kuipers.Das Großprojekt sorgt in der Region immer noch für Aufregung; Gärtner fürchten, sie könnten nicht mehr konkurrenzfähig sein und Kuipers würde sie früher oder später ganz aus dem Markt drängen. Noch weiß keiner, wie sich das geplante Großprojekt tatsächlich entwickeln wird, doch fest steht, dass Kuipers durchaus vorhat, seine ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen.

 

Damit wurde jetzt auch begonnen: Im ersten Bauabschnitt entstehen rund 13 ha Gewächshausfläche. Kuipers mildert dabei jedoch kaum die Bedenken der Gärtner ab, wenn er sagt, dass der Neubau für ihn derzeit keine Flächenerweiterung bedeute, da in den Niederlanden Pachtflächen gleicher Größe abgestoßen würden.

 

In einem anderen Punkt kann für die Gärtner und Handelsbetriebe “Entwarnung“ gegeben werden: Die Bezirksregierung Weser-Ems will einen Förderantrag der Firma Emsflower – ein Unternehmen der Kuipers-Gruppe – zur Errichtung eines Logistikzentrums in Emsbüren ablehnen. Das geht aus einem Schreiben des Niedersächsischen Ministeriums für den ländlichen Raum, Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz hervor, das GABOT vorliegt. Auch eine Überprüfung des Ministeriums selbst brachte das gleiche Ergebnis: Das Logistikzentrum ist nach der sogenannten PROLAND-Förderung nicht förderungswürdig. Jedoch wird im Schreiben festgestellt, dass Kuipers bisher für den im Aufbau befindlichen Produktionsbetrieb keinen Förderantrag gestellt hat.

 

Die niedersächsische Landesregierung ist sich darüber im Klaren, dass es nach einer kompletten Fertigstellung des Großprojektes zu einer massiven Verschärfung des Wettbewerbs kommen wird. Andererseits fragt man sich, ob das Projekt wirklich in einer gesamten Dimension (sprich: 60 ha Gewächshausfläche) realisiert wird. Ziel der Landesregierung sei es, so heißt es in dem Schreiben weiter, die Interessen bestehender Gartenbaubetriebe als auch die Interessen des Investors in Emsbüren in Einklang zu bringen.

 

Andreas Henk, GABOT

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