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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Kraftstoff- und Düngemittelpreise: Das Prinzip Hoffnung ist zu wenig
„Die bisherigen Maßnahmen der Bundesregierung in Bezug auf die hohen Kraftstoffpreise verfehlen nicht nur ihr Ziel, sie verschlechtern sogar noch die Situation für Verbraucher und Betriebe. Seit der Einführung der neuen Regelungen steigen die Preise nahezu jeden Tag auf neue Rekordhöhen. Stattdessen müssen Verbraucher und Wirtschaft jetzt deutlich entlastet werden“, fordert Joachim Rukwied, Präsident des Deutschen Bauernverbandes (DBV). „Viele Unternehmen - auch außerhalb der Landwirtschaft - haben gar keine Möglichkeiten, ihren Kraftstoffverbrauch weiter zu senken, dahingehende Empfehlungen sind schlichtweg realitätsfern.“ Das derzeitige Prinzip Hoffnung der Bundesregierung, so Rukwied, sei zu wenig und treibe viele Landwirtschaftsbetriebe in massive Liquiditätsengpässe. Zudem gefährde es die kommende Ernte und die Versorgungssicherheit mit Nahrungsmitteln in Deutschland. Seine Forderung lautet daher: „Die Bundesregierung muss jetzt die CO₂-Besteuerung aussetzen und die Energiesteuer zeitweise reduzieren.“
Entschlossenes Handeln fordert Rukwied von der Politik auch mit Blick auf die rasant angestiegenen Düngemittelpreise: „Wir brauchen eine Preisbeobachtung für Düngemittel und eine zeitweise Aussetzung des CO₂-Grenzausgleichs (CBAM) für Dünger.“ Besonders Stickstoffdünger habe sich seit Jahresbeginn auf den Weltmärkten um 30 bis 40% verteuert, die Abgabepreise an deutsche Landwirte liegen mittlerweile bis zu 30% über dem Vorjahr. Ein Verzicht ist laut Bauernpräsident keine Option: „Ohne Stickstoff sinken Ertrag und Qualität unmittelbar.“
Notwendige Nachkäufe im Frühjahr treffen jetzt voll auf das hohe Preisniveau und sind für viele Betriebe wirtschaftlich nicht tragbar. „Bei anhaltenden geopolitischen Spannungen droht ein weiterer Preisanstieg, der die Erzeugungskosten der Betriebe stark ansteigen lässt“, warnt Rukwied und betont die Notwendigkeit, Transportwege und Lieferketten robust und krisenfest auszurichten.

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