- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Konjunkturumfrage des VGL Niedersachsen-...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Konjunkturumfrage des VGL Niedersachsen-Bremen
Die aktuelle Konjunkturumfrage des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau fiel zusammen mit der weltweiten Krise der Finanzmärkte und der allgemeinen Unsicherheit, wie gravierend sich diese Krise auf die Realwirtschaft in naher Zukunft noch auswirken wird. Diese Unsicherheit mag vielleicht auch ihren Teil dazu beigetragen haben, dass die aktuelle Situation noch recht gut, die Zukunftsperspektiven jedoch deutlich zurückhaltender beurteilt werden.
Zu den Ergebnissen im einzelnen:
Der Auftragsbestand im Bereich Neuanlagen beträgt im Mittel 7 Wochen und liegt damit in der gleichen Größenordnung wie in den vergangenen Jahren, der Auftragsbestand im Bereich Pflege beträgt derzeit durchschnittlich 8 Wochen. Erfreulich positiv beurteilen die Landschaftsgärtner ihre aktuelle Auftragslage. Mehr als ein Drittel der Betriebe schätzt ihre Auftragslage besser ein als im Vorjahr, knapp die Hälfte beurteilt die Auftragslage gegenüber dem Vorjahr als unverändert. Dies schlägt sich auch in der personellen Entwicklung nieder: Über 40% der Betriebe haben ihr Personal im vergangenen Jahr aufgestockt, weniger als 20% der Betriebe haben Personal abgebaut.
Das Preisniveau bei öffentlichen und gewerblichen Auftraggebern wird überwiegend als unverändert eingeschätzt, bei Privatkunden beobachteten gut ein Drittel der Kollegen sogar steigende Preise. Unerfreulich ist allerdings nach wie vor die Zahlungsmoral vieler Auftraggeber: Fast 40% der Betriebe klagen über unpünktliche Zahlungen. Der Aufwand, um einen Auftrag zu erhalten, ist nach wie vor erheblich. Bei öffentlichen Ausschreibungen müssen im Mittel 13 Angebote abgegeben werden, um ein Mal den Zuschlag zu erhalten, bei beschränkten Ausschreibungen reduziert sich die Zahl auf 8 und bei freihändigen Vergaben auf 3.
Knapp 40% der GaLaBau-Betriebe gibt an, nie als Subunternehmer zu arbeiten, bei den anderen machte die Subunternehmertätigkeit im Durchschnitt 5-6% ihrer Tätigkeit aus
Die Bewertung der aktuellen Situation und zukünftigen Entwicklung für den eigenen Betrieb und für die Branche mit Schulnoten bildet traditionell den Abschluss der Befragung. Die Entwicklung über die Jahre ist ein wichtiger Indikator für die Stimmung in der Branche:
Während die aktuelle Situation des eigenen Betriebes und der Branche mit einer Durchschnittsnote von ca. 2,6 noch recht positiv beurteilt werden, hat sich die Stimmung hinsichtlich der Zukunftsperspektiven deutlich eingetrübt: Während die betrieblichen Perspektiven für die nächsten Jahre noch vor einem Jahr mit durchschnittlich 2,5 bewertet wurden, erhalten die Zukunftsaussichten mittlerweile nur noch die Note 3,0. (BGL)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.