- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Klimaschutz im Moor: Geht nur mit der La...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Klimaschutz im Moor: Geht nur mit der Landwirtschaft
„Zudem muss die Politik schnell für Planungssicherheit in den betroffenen Regionen sorgen, und den dort lebenden Menschen müssen Perspektiven für zukünftige Wertschöpfung und Einkommen aufgezeigt werden“, erklärt Padeken gegenüber dem Landvolk-Pressedienst.
Vor allem bemängelt das Landvolk das Fehlen aussagekräftiger Studien, um die Daten- und Wissenslücken zur zukünftigen Moornutzung zu schließen. „Die Moorpotenzialstudie des Umweltministeriums hat gezeigt, dass das Klimaschutzpotenzial von Deckkulturen erheblich sein kann. Sand- und Schlickdeckkulturen lassen sich deutlich leichter mit der bisher in den Moorregionen üblichen Formen der Landwirtschaft inklusive der Weidetierhaltung in Einklang bringen als großflächige Wiedervernässungen. Erst wenn wir dazu eindeutige Aussagen haben, können weitreichende und kaum rückgängig zu machende Entscheidungen über die Zukunft der Moorregionen getroffen werden“, führt der Moorbauern-AG-Vorsitzende als Beispiel an.
Solch richtungsweisende Entscheidungen sind deshalb nur gemeinsam mit der Landwirtschaft und der Landbevölkerung herbeizuführen. „Landwirtschaft darf in der Diskussion um Moorbodenschutz nicht als Gegnerin von Klimaschutz betrachtet werden, sondern als Mitgestalterin. Zukünftig wird es ein Mosaik an verschiedenen Nutzungen von Moorböden in den Moorregionen geben müssen. Dieses sollte Moor-PV, Paludikulturen, Milchwirtschaft mit erhöhten Wasserständen, Naturschutzflächen, aber eben auch intensive Milchwirtschaft wie bisher umfassen“, zeigt Padeken auf. Fatal wäre es seiner Ansicht nach, wenn über den Kopf von Eigentümern, Pächtern und der Menschen vor Ort hinweg entschieden werde. Auch dürfe auch die kulturhistorische Leistung der Moorkultivierung nicht außer Acht gelassen werden. Padeken sieht die Landesregierung deshalb in der Pflicht, diese ökonomisch langfristig tragfähigen Alternativen der Landnutzung für die Moorregionen sozial verträglich zu entwickeln und letztendlich zu finanzieren. (LPD)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.