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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
"Kleinbeihilfe Agrar": 35 Mio. Euro ausgezahlt
Für insgesamt 14.552 antragsberechtigte Unternehmen hatte das BMEL rund 44 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. 8.202 Betriebe (56,4%) beantragten schließlich bei der BLE die „Kleinbeihilfe Agrar"; 73 Anträge lehnte die Bundesanstalt aufgrund von Korrekturmeldungen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) ab. Somit wurden rund 80% der bereitgestellten Mittel ausgeschöpft.
Die Anträge und Auszahlungen verteilen sich wie folgt auf die einzelnen Bundesländer:
Bundesland | Bewilligte Anträge | Auszahlung (in Euro) |
Baden-Württemberg | 983 | 1.837.391 |
Bayern | 802 | 2.556.338 |
Berlin | 3 | 3.417 |
Brandenburg | 134 | 818.015 |
Bremen | 0 | 0 |
Hamburg | 61 | 116.770 |
Hessen | 187 | 428.084 |
Mecklenburg-Vorpommern | 111 | 869.520 |
Niedersachsen | 2.566 | 15.922.810 |
Nordrhein-Westfalen | 1.995 | 8.374.578 |
Rheinland-Pfalz | 548 | 595.272 |
Saarland | 14 | 12.370 |
Sachsen | 133 | 398.855 |
Sachsen-Anhalt | 136 | 1.134.950 |
Schleswig-Holstein | 382 | 1.616.129 |
Thüringen | 74 | 468.871 |
Summe | 8.129 | 35.153.370 |
Auf die einzelnen Betriebszweige bezogen ergeben sich folgende Anträge und Auszahlungen:
Sektor | Anträge pro | Betrag (in Euro) |
Energieintensiver Obst- und Gemüsebau (mit geschützter Produktion) | 872 | 2.779.003 |
Freilandobst- und -gemüsebau | 1.143 | 1.544.100 |
Obstbau (Obstbau mit mech. Unterstützung, Baumobst, Beerenobst) | 981 | 637.181 |
Weinbau | 876 | 423.912 |
Hopfen | 26 | 39.733 |
Hühnermast | 829 | 10.575.483 |
Putenmast | 256 | 2.220.011 |
Entenmast | 109 | 214.901 |
Gänsemast | 91 | 14.016 |
Schweinemast | 3.253 | 4.758.897 |
Ferkelaufzucht | 1.290 | 425.845 |
Sauenhaltung | 1.050 | 11.520.288 |
Summe | 10.776 | 35.153.370 |
Beihilfeberechtigt waren Unternehmen, die den in der Richtlinie genannten Agrarsektoren der Nahrungsmittelerzeugung zuzuordnen sind und nicht schon eine Anpassungsbeihilfe durch die SVLFG für die selbigen Agrarsektoren erhalten hatten. Die Kleinbeihilfe betrug unter Berücksichtigung der verschiedenen Kumulierungsvorschriften je Unternehmen maximal 15.000 Euro. Von der Kleinbeihilfe profitierten vor allem die Sektoren: Sauenhaltung, Hühner- und Schweinemast sowie energieintensiver Obst- und Gemüsebau.
Hintergrund
Die militärische Aggression Russlands gegen die Ukraine hat zu großen und unerwarteten Preisanstiegen bei Energie, Futter- und Düngemitteln geführt. Um die deutsche Landwirtschaft auch in Krisenzeiten aufrechtzuerhalten und damit einen Beitrag zur Lebensmittelversorgung zu leisten, gewährte das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) Unternehmen der Landwirtschaft aus besonders betroffenen Sektoren zur raschen Unterstützung kurzfristige Kleinbeihilfen. (BLE)

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