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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Klasmann-Deilmann: Hoher Besuch aus Politik und Wissenschaft
Kultursubstrate tragen wesentlich zum Wachstum von Pflanzen in Gewächshäusern und unter freiem Himmel bei. Bei der Kultur von Gemüse, Salat, Obst und Kräutern sowie bei Baumsetzlingen für Aufforstungsprojekte kommt ihnen eine besonders hohe Bedeutung zu, weil sie die sichere Versorgung mit gesunden Nahrungsmitteln unterstützen und Grundlagen für gesunde Wälder schaffen. Die früher vollständig aus Torf hergestellten Substrate beinhalten heutzutage immer größere Anteile an Holzfasern, Grünkompost, Kokos und anderen Rohstoffen. Im Auftrag der Bundesregierung bringt die FNR die Entwicklung voran, möglichst viele nachwachsende Rohstoffe in Substraten einzusetzen. Strittig ist, wo die Grenzen bei der Nutzung von Holz, Kompost und anderen Ausgangsstoffen liegen und wie schnell der Umstellungsprozess fortschreiten soll.
Vor diesem Hintergrund trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von FNR, Politik und Fachinstituten bei Klasmann-Deilmann, um die Eckpunkte der weiteren Zusammenarbeit zu erörtern. Neben Dr. Andreas Schütte waren Dr. Norbert Schmitz, Geschäftsführer von Meo Carbon Solutions, sowie Dr. Marie-Luise Rottmann-Meyer und Dr. Colja Beyer vom 3N-Kompetenzzentrum angereist. Aus der Politik waren neben Gitta Connemann, MdB Albert Stegemann, MdL Lara Evers und der Geester Bürgermeister Helmut Höke zu Gast. Seitens Klasmann-Deilmann leiteten Geschäftsführer Moritz Böcking sowie Bert von Seggern und Bernd Dreyer die Gespräche.
Moritz Böcking verwies darauf, dass Klasmann-Deilmann hohe Summen in die Rohstoffsicherung investiert. „Nachwachsende Rohstoffe sind fester Bestandteil unserer Substratmischungen. Um den weltweit steigenden Bedarf zu decken, investieren wir mittlerweile sogar in Australien. Die sichere Verfügbarkeit von Rohstoffen bleibt eine zentrale Herausforderung, die sich auch in den Zielen der Bundesregierung wiederfinden muss. Die Machbarkeit bestimmt das Tempo.“ Auch angesichts der zurückliegenden Corona-Pandemie und der derzeitigen geopolitischen Veränderungen muss sich Europa auf die heimischen Rohstoffverfügbarkeiten besinnen und verhindern, dass zusätzliche Abhängigkeiten durch Rohstoffimporte entstehen.
Gitta Connemann zeigte sich beeindruckt: „Aus dem Emsland in die Welt. In Geeste werden seit über 100 Jahren Trends geboren. Angepasst an die Bedürfnisse der Zeit. Das geht nur mit einer starken Forschung und Entwicklung vor Ort. Mittelstand wie er im Buche steht.“
„Unsere Region geht seit vielen Jahren mit Riesenschritten bei der Entwicklung von Torfersatzprodukten und Substraten für den Gartenbau voran“, betonte Albert Stegemann. „Wir als Union fordern kooperative Ansätze der Politik mit Landwirten und der Wirtschaft, um diese Entwicklung weiter voranzutreiben. Gleichzeitig müssen wir betroffenen Eigentümern und Landnutzern bei drohenden Nutzungseinschränkungen aufgrund einer Wiedervernässung neue rentable Geschäftsmodelle ermöglichen. Dazu braucht es mehr Freiräume für die Erzeugung von Solarstrom sowie Marktanreize für den Anbau von Paludikulturen. Ich stimme Herrn Böcking ausdrücklich zu: Die Machbarkeit bestimmt das Tempo.“
Moritz Böcking ergänzte, dass die Substratbranche über jahrzehntelange Erfahrung mit Wiedervernässung von Moorböden verfügt und die Umsetzung auf landwirtschaftlichen Flächen mit Maschinen und Personal unterstützen kann.
Dr. Andreas Schütte erinnerte daran, dass das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) „wesentliche Eckpunkte der Transformation der betroffenen Branchen in der Torfminderungsstrategie aus dem Jahr 2022 beschrieben hat. Die FNR unterstützt das BMEL bei deren Umsetzung.“
Da auf allen Seiten weiterer Gesprächsbedarf besteht, sollen die guten Kontakte nun stärker genutzt werden.

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