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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Kirschenernte: Schöne, süße Früchte von bester Qualität erwartet
Dieses Jahr hat in Niedersachsen die Kirschernte wiederum früher als üblich begonnen. Spätere Sorten wie diese 'Kir Vulcano®' schließen derzeit an den Bäumen den Reifeprozess ab. Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen erwarten leicht überdurchschnittliche Erträge von hervorragender Qualität. Foto: Kockerols/Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Fachleute der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) erwarten leicht überdurchschnittliche Erträge bei den späteren Sorten 'Kordia' und 'Regina'. Die Ernte der Frühsorten hat bereits begonnen. Verbraucher/-innen können die leckeren Früchte direkt ab Hof, auf den Wochenmärkten oder auch teilweise in den regionalen Supermärkten kaufen.
„Wir rechnen mit gut 12 Tonnen Kirschen pro Hektar, das sind etwa 15 kg pro Baum“, sagte Martin Kockerols, Steinobst-Berater der zur LWK gehörenden Obstbauversuchsanstalt, am 25.06.2026 in Jork (Kreis Stade). Nur länger anhaltender Regen oder Hagel könnten die positiven Aussichten auf eine gute Ernte zumindest teilweise noch trüben.
Geschützt unter Dächern
Um solche negativen Einflüsse auszuschalten, werden Kirschen überwiegend in sogenannten Dachanlagen angebaut. 75 bis 80% der an der Niederelbe angebauten Süßkirschen sind laut LWK mittlerweile überdacht – Tendenz steigend. Eine solche Anlage kostet pro Hektar inzwischen deutlich mehr als 100.000 Euro.
Aber die Vorteile liegen auf der Hand: Unter dem Regenschutz platzen die Früchte nicht auf und können daher besser ausreifen – und sind somit leckerer. Hinzu kommt, dass sie glänzender aussehen und haltbarer sind. Zudem lassen sich die Dachanlagen leichter mit Netzen gegen die beiden bedeutendsten Schädlinge – die Kirschfruchtfliege und die Kirschessigfliege – sowie gegen die zunehmenden Wanzen schützen.
'Kordia' und 'Regina' ab Juli in der Ernte
Die Haupternte mit den beiden wichtigsten Sorten 'Kordia' und 'Regina' beginnt in wenigen Tagen. Als spätes Anbaugebiet ist es für die niedersächsischen Kirschbetriebe deutlich lohnender, überwiegend die späten, festen Sorten wie 'Kordia', 'Areko', 'Henriette', 'Kir Vulcano®' und 'Regina' anzubauen, da zu diesem Zeitpunkt die Importe aus Südeuropa nachlassen.
Bewahrheitet sich Kockerolsʼ Vorhersage, werden in diesem Jahr gut 5.000 Tonnen Süßkirschen in Niedersachsen geerntet werden. Im vergangenen Jahr wurden nach Angaben des Landesamts für Statistik auf knapp 500 Hektar (ha) Süßkirschen angebaut. Die meisten Kirschbäume stehen im Alten Land an der Niederelbe. Insgesamt wurden 2025 4.949 Tonnen (t) Süßkirschen geerntet (2024: 2.942 t). Der Ertrag pro ha summierte sich 2025 auf 102,2 Dezitonnen (dt, Doppelzentner) Süßkirschen (2024: 60,8 dt). Sauerkirschen spielen mit einer Anbaufläche von 23 ha eine kleinere Rolle. Vergangenes Jahr wurden in Niedersachsen 94 t Sauerkirschen geerntet (2024: 18 t).
Deutschlandweit bauen 6.600 Betriebe auf rund 5.500 ha Kirschen an. Bei einem Selbstversorgungsgrad von 30 bis 50% wird ein erheblicher Teil der in Deutschland verkauften Süßkirschen importiert. Hauptlieferanten sind die Türkei, Griechenland, Spanien und Italien.
Die niedersächsischen Betriebe erhoffen sich für ihre qualitativ hochwertigen Früchte auskömmliche Preise, um die vor allem durch den kontinuierlich steigenden Mindestlohn die immer höheren Produktionskosten zu kompensieren.

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