Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Kirschen: Frankreich schränkt Import ein

Frankreich verbietet die Einfuhr von Kirschen aus neun Ländern, weil dort umstrittene Spritzmittel zum Einsatz kommen.

Frankreich verbietet die Einfuhr von Kirschen aus neun Ländern, weil dort umstrittene Spritzmittel zum Einsatz kommen.

Die französische Regierung hat eine Liste mit neun Staaten veröffentlicht, die keine Kirschen mehr nach Frankreich liefern dürfen, berichtet "Agra-Europe". Betroffen seien Österreich, Bulgarien, Kroatien, Luxemburg, Rumänien und Tschechien sowie Kanada, die USA und die Türkei. Grund für diese Maßnahme: Frankreich habe den Einsatz des Wirkstoffs Dimethoat verboten und untersage deshalb die Kirscheinfuhr aus Staaten, wo solche Insektizide noch zur Anwendung kämen.

Derweil hätten sich die Aussichten für die französische Kirschernte verschlechtert. Das Pariser Landwirtschaftsministerium habe seine Ernteschätzung gegenüber Mai nach unten korrigiert, und zwar um 11% auf 37.300 t. Ursache hierfür sei die feuchte Witterung der letzten Wochen und Monate.

Schweizer Kirschproduzenten verzichten seit diesem Jahr freiwillig auf dimethoathaltige Spritzmittel. Diese gerieten in den letzten Jahren zunehmend in die Kritik. Per 2013 hat der Bund dimethoathaltige Insektizide wegen gesundheitlicher Bedenken verboten. Seither durften Obstbauern solche Spritzmittel zwar noch verwenden, allerdings nur unter verschärften Auflagen und nur auf Basis einer Sonderbewilligung, über die das Bundesamt für Landwirtschaft jedes Jahr neu entschied. (lid)  

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