Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Kettler: Geschäftsbetrieb wird eingestellt

Beschluss zur Schließung des Geschäftsbetriebs bei Kettler wurde am 11.10. getroffen.

Nur noch eingeschränkte Produktion „Made in Germany“. Bild: Kettler.

Kettler hat seine rund 550 Mitarbeiter über die aktuelle Unternehmenssituation in einer Betriebsversammlung informiert. Das Unternehmen befindet sich seit dem 31.07.2019 in einem vorläufigen Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das dritte Insolvenzverfahren innerhalb von vier Jahren.

Trotz intensiver Sanierungsbemühungen genügten die finanzwirtschaftlichen und leistungswirtschaftlichen Maßnahmen nicht mehr, um die deutsche Produktion rentabel zu führen. Selbst im Insolvenzgeldzeitraum, in dem die Löhne und Gehälter über die Arbeitsagentur gesichert sind und keine Lohn- und Gehaltskosten durch das Unternehmen zu erwirtschaften sind, konnten keine Überschüsse erwirtschaftet werden.

Im Ergebnis kann der Geschäftsbetrieb nicht aufrechterhalten werden, die Geschäftsführung hat dessen Schließung beschlossen. In den nächsten Monaten wird noch eine Produktion zur Fertigstellung angefangener Produkte und bestehender Aufträge erfolgen. Mit dem Betriebsrat ist ein Interessenausgleich zu verhandeln, der die Umsetzung der Schließung und die Kündigung der Mitarbeiter in der Verwaltung und den Werken in Werl, Mersch und Sönnern regeln wird.

Dieser schwere Entschluss der Geschäftsführung wurde am Freitag, 11.10.2019, mit Zustimmung des Gläubigerausschuss getroffen.

Über die nun anstehenden Personalanpassungen steht die Geschäftsführung in einem engen Austausch mit der IG Metall und den Betriebsräten. Der Gläubigerausschuss ist ebenfalls in die Entscheidungsprozesse involviert.

Der Insolvenzgeldzeitraum endet am 15.10.2019. Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens wird daher zum 16.10.2019 erwartet.

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