Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Kaufland: Macht Schluss mit Düsseldorfer Halbpalette aus Holz

Die sogenannte Düsseldorfer Halbpalette aus Holz gehört bei Kaufland der Geschichte an. Das Handelsunternehmen hat den letzten Lieferanten in Deutschland auf Alternativen umgestellt und zählt damit zu den Vorreitern im deutschen Lebensmitteleinzelhandel.

Alternativen wie links im Bild sind deutlich stabiler und langlebiger als die Düsseldorfer Halbpalette. Bild: Kaufland.

Sogenannte Halbpaletten, die halb so groß sind wie herkömmliche Europaletten, werden insbesondere beim Transport von FMCG, also schnell drehenden Konsumgütern wie Getränken, Eiern, Mehl und Zucker verwendet. Die Vorteile der Alternativen gegenüber dem Düsseldorfer Klassiker: Sie sind stabiler und schaffen dadurch deutlich mehr Umläufe. Außerdem ist die Prozesseffizienz in Automatisierungsanlagen deutlich besser.

Ladungsträger sind nicht mehr nur Transportmittel. Sie gewährleisten effiziente Materialflüsse, schützen unsere sensiblen Produkte vor Schäden und optimieren logistische Prozesse. Für ein Unternehmen wie Kaufland ist es daher wichtig, die nötige Kompetenz im Haus zu haben und sich in diesem Feld kontinuierlich weiterzuentwickeln“, sagt Pascal Siegmund, Leiter SCM Internationale Transportlogistik bei Kaufland.

Eine besondere Rolle kommt dabei der PreTurn-Palette von PreZero zu, der Umweltsparte der Unternehmen der Schwarz Gruppe. Sie wurde bereits 2017 eingeführt und macht inzwischen den Großteil der verwendeten Halbpaletten bei Kaufland aus. Die sogenannte Heilbronner Halbpalette besteht aus recyclebarem HDPE-Material und verfügt über RFID-Chiptechnologie. Diese macht jede PreTurn-Palette lokalisier- und rückverfolgbar, was eine lückenlose Verfolgung der Ladungsträger entlang der Supply Chain und eine digitale Bestandsverwaltung ermöglicht. Die Paletten werden durch PreTurn in einem geschlossenen Paletten-Poolingkreislauf angeboten und betrieben und sind damit echte Mehrweg-Ladungsträger. Laut PreTurn hält die Heilbronner Halbpalette mehr als hundert Umläufen stand, das entspricht mehr als dem 20-fachen einer Düsseldorfer.

Die Umstellung auf langlebigere Paletten ist ein Projekt mit Impact: Allein in der Kaufland-Logistik in Deutschland sind Millionen Halbpaletten pro Jahr in Umschlag. Auch international stellt Kaufland aktuell auf Alternativen um.

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