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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Kartoffelstärke: Knappe Versorgung erwartet
„Nun zeigt sich, ob sich die Anstrengungen der letzten Monate gelohnt haben“, so Hans-Wilhelm Giere, Vorsitzender des Bundesverbandes der Deutschen Stärkekartoffelerzeuger e.V. (BVS) anlässlich der Jahrestagung des Verbandes Ende August im emsländischen Haren. „Der Witterungsverlauf während der Hauptvegetationszeit hat uns Kartoffelbauern in diesem Jahr besonders herausgefordert. Dem kühl-nassen Frühjahr mit später Auspflanzung folgte eine Phase mit Hitze und Trockenheit. Die dann einsetzende und anhaltende Regenphase mit vergleichsweise hohen Niederschlagsmengen und Starkregenereignissen behinderte flächendeckend nicht nur die Getreide- und Rapsernte. Erschwert wurden auch Maßnahmen zur Gesunderhaltung der Kartoffelbestände sowie die Rodearbeiten selbst.“ Weil regional ein Teil der Bestände noch grün ist, richten sich die Hoffnungen der Landwirte nun auf einen goldenen Herbst, der noch Zuwachs ermöglicht, insbesondere aber auch um lagerfähige Kartoffeln ernten zu können.
„Auch wenn belastbare Prognosen für die diesjährige Ernte schwieriger sind als sonst, zeichnet sich doch Folgendes ab: Wir erwarten in den nächsten Monaten in Deutschland und der EU insgesamt einen vergleichsweise knapp versorgten Kartoffelstärkemarkt“, so der BVS-Vorsitzende. „Das dritte Jahr in Folge wurde bei uns sowie in der EU weniger Fläche mit Stärkekartoffeln bestellt. Und die Herausforderung, wirtschaftliche Erträge bei sich verändernden Witterungseinflüssen sowie den politischen Rahmenbedingungen mit den ambitionierten Zielen (z.B. Green Deal, Halbierung des Pflanzenschutzmitteleinsatzes bis 2030) abzusichern, steigt.“
Laut eigener Erhebungen des BVS sank das Areal für Stärkerohstoff bundesweit gegen-über dem Vorjahr um mehr als 2.600 ha auf voraussichtlich knapp 55.930 ha. Das ist die kleinste Fläche seit 2017. Eine parallele Entwicklung gibt es EU-weit, mit einem Flächenrückgang gegenüber 2022 um sogar 6% auf rund 202.000 ha. Strukturdaten mit aktuellen Entwicklungen im Bereich Stärkekartoffeln und Kartoffelstärke hält die BVS-Broschüre „Daten & Fakten 2023“ bereit, die traditionell zur Jahrestagung des Verbandes fertiggestellt wird.

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