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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Kartoffelernte: Keine Ertragsspitzen zu erwarten
In den Frühkartoffelregionen kamen die Knollen pünktlich in die Erde und entwickelt sich gut. Frost war in den frühen Gebieten dieses Jahr kein großes Thema. Die Rodearbeiten liefen ebenfalls kontinuierlich ohne witterungsbedingte Unterbrechungen. Im Mai waren heimische Frühkartoffeln bereits in den Hofläden erhältlich. Ab Mitte Juni standen ausreichende Mengen für den bundesweiten Versand zur Verfügung. Mit dem Stichtag 10.08. endete traditionell die Frühkartoffelsaison. Die ersten Anschlusssorten ergänzen nun das Angebot.
„Das Kartoffeljahr 2024 hat es mal wieder in sich. Die Rahmenbedingungen waren alles andere als einfach“, erklärt Feuerborn. Bereits das Frühjahr war deutschlandweit geprägt von überdurchschnittlichen Niederschlagsmengen. Gebietsweise waren Böden erst spät befahrbar, sodass die letzten Pflanzungen bis Mitte Juni andauerten. Anderseits kamen viele Knollen auch bei optimalen Pflanzbedingungen in den Boden. In einigen Regionen wurden Flächen durch Hochwasser und andauernde Niederschläge stark geschädigt.
Das feuchte Wetter im Frühjahr und bis weit in Mai führte bundesweit zu einem hohen Krankheitsdruck, insbesondere mit Phytophthora infestans. Eine Bekämpfung von Krankheits- und Schaderregern wird durch die politisch immer restriktiveren Vorgaben an den Pflanzenschutz zunehmend erschwert. Hitzetage waren im Juni und Juli eher die Ausnahme und durch regelmäßige Niederschläge kamen die Beregnungsanlagen in vielen Gebieten deutlich seltener zum Einsatz als in den trockenen Vorjahren. Die Bestände sind mittlerweile in allen Regionen größtenteils abgereift. Dazu tragen auch die heißen Tage im August bei.
„Eine belastbare Ernteschätzung ist zu diesem Zeitpunkt schwierig“, erläutert Feuerborn. „Dazu waren die Rahmenbedingung während des Wachstums regional zu heterogen. Zudem befinden wir uns auch noch am Anfang der Haupternte. Erste Rodungen zeigen jedoch gute Qualitäten. Die diesjährige Anbaufläche von Kartoffeln soll nach vorläufigen Angaben der amtlichen Statistik ausgedehnt worden sein, aber was am Ende tatsächlich geerntet wird, wird sich erst zeigen. Spitzenerträge werden wir in weiten Teilen Deutschlands aber sicher nicht vom Acker holen“, so Feuerborns Einschätzung. Stressfaktoren wie z. B. die Wetterbedingungen, schlechte Wurzelatmung, Nachwirkungen von Krautfäuleschäden haben den Pflanzen zugesetzt, sodass das volle Ertragspotenzial nicht ausschöpft werden kann. Das Ernteergebnis wird außerdem vom weiteren Witterungsverlauf abhängen.

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