Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Kartoffelbilanz 2020/21: Mehr Frischkartoffeln

Insgesamt 59,4 kg Kartoffeln verbrauchte jeder Bundesbürger im Wirtschaftsjahr 2020/21 - 2 kg mehr als im Vorjahr.

Die Verwendung der Kartoffeln im Wirtschaftsjahr 2020/21. Bild: BLE.

Dabei sank der Pro-Kopf-Verbrauch von Kartoffelerzeugnissen, wie Pommes frites, Kartoffelsalat oder Chips, um 400 Gramm. Der Verbrauch von Speisefrischkartoffeln stieg hingegen um rund 3 kg pro Person und liegt nach vorläufigen Angaben des Bundesinformationszentrums Landwirtschaft (BZL) bei 24,2 kg.

Damit setzt sich der Trend der vergangenen beiden Jahre fort. Hauptgründe sind die Corona-bedingten Einschränkungen im Außer-Haus-Verzehr und die verstärkte Mahlzeitenzubereitung in privaten Haushalten. Wie in den Vorjahren konnte der inländische Bedarf an Kartoffeln aus heimischer Erzeugung gedeckt werden. Der Selbstversorgungsgrad lag 2020/2021 bei 145%.

Corona beeinflusst Verwendung

Da es für Kartoffeln, die zu Pommes frites weiter verarbeitet werden, Corona-bedingte Absatzprobleme gab, wurden diese teilweise in Stärkefabriken verarbeitet oder in die Fütterung gegeben. Dies spiegelt sich leicht in der Verwendung der Kartoffeln im Wirtschaftsjahr 2020/21 wider: Für den Nahrungsverbrauch wurden rund 68% der im Inland verwendeten Kartoffeln genutzt (2019/20: 70%), 14% wurden in der industriellen Verwertung (Stärke) eingesetzt (2019/20: 13% ), 8% als Pflanzgut (2019/20: 9%) sowie 4% als Futter (2019/20: 3%); die Verluste lagen bei rund 6% (2019/20: 5%).

Anbaufläche 2021 erstmals wieder kleiner

Die Kartoffelanbaufläche lag 2021 bei 258.300 Hektar – rund 6% unter dem Vorjahr. Damit wurde die Anbaufläche erstmals seit 2016 nicht kontinuierlich erweitert. Die vorläufige Erntemenge sank um gut 9% und beträgt für 2021 10,6 Mio. Tonnen Kartoffeln.

Die Versorgungsbilanz 2021/2022, die den Zeitraum von Juli 2021 bis Juni 2022 umfasst, wird die Verwendung der Kartoffelernte 2021 darstellen.

Die Versorgungsbilanz sowie der Bericht zur Markt- und Versorgungslage Kartoffeln sind verfügbar unter www.ble.de/kartoffeln (BLE)

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