- Startseite
- Mehr...
- Dossiers
- Kampagne: "fair flowers – Mit Blumen für...
Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Kampagne: "fair flowers – Mit Blumen für Menschenrechte"
Zum Internationalen Tag der menschenwürdigen Arbeit fordert die internationale Kampagne „fair flowers – Mit Blumen für Menschenrechte“ würdige Löhne, die die Lebenshaltungskosten der BlumenarbeiterInnen und ihrer Familien decken. Hungerlöhne und mangelnder Schutz gegen hochgiftige Pestizide sind noch immer die Realität hunderttausender ArbeiterInnen in der internationalen Blumenindustrie. Während VerbraucherInnen in Deutschland sich an Blumen als Beweis der Zuneigung erfreuen, werden die Menschenrechte auf Nahrung und Gesundheit der BlumenarbeiterInnen verletzt.
In den meisten Blumen produzierenden Ländern gibt es keinen Mindestlohn, der den ArbeiterInnen erlaubt ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. „In Uganda hat die Regierung bis heute keinen Mindestlohn festgesetzt“, berichtet Gertrud Falk von FIAN Deutschland, internationale Koordinatorin der Kampagne „fair flowers“. „Eine ugandische Blumenarbeiterin verdient nur zwischen 25 und 30 Euro pro Monat. Sie benötigt jedoch allein 50 Euro pro Monat, um eine fünfköpfige Familie ausreichend mit Nahrung zu versorgen“, fügt sie hinzu. Selbst wenn es in einigen Ländern gesetzliche Mindestlöhne gibt, reichen diese oft nicht für ein würdiges Leben aus. In Ecuador beträgt der gesetzliche Mindestlohn beispielsweise 240 US$ im Monat. Das ecuadorianische Amt für Statistik hat aber berechnet, dass eine Familie 500 US$ pro Monat benötigt, um ihre Grundbedürfnisse zu decken.
Neben den zu niedrigen Löhnen, werden auf den meisten Blumenfarmen in Afrika und Lateinamerika hochgiftige Pestizide verwendet, die Nervenkrankheiten und Krebs verursachen können. „Die BlumenarbeiterInnen sind gegen diese Gifte nicht ausreichend geschützt“, sagt Steffi Neumann von Vamos e.V. Münster. „Zurzeit sind Gäste aus Uganda zu Gast bei den Partnern unserer Kampagne und berichten darüber, dass die Wartezeiten zum Wiedereintritt in Gewächshäuser, nach dem Sprühen von Pestiziden nicht eingehalten werden. Wenn die ArbeiterInnen daraufhin krank werden, erhalten Sie keinen Lohn und keine Entschädigung“.
„Um die Arbeitsbedingungen auf den Blumenfeldern der Welt zu verbessern können alle FloristInnen, BlumenhändlerInnen und KonsumentInnen faire Blumen kaufen. Auch Kommunen und kirchliche Einrichtungen sollten diese Möglichkeit wahrnehmen“ fordert Steffi Neumann daher im Namen der Kampagne. „Wir alle können Blumen kaufen, die das FLP-Siegel (Flower Label Program) oder das Transfair-Siegel tragen. Beide Siegel garantieren die Einhaltung international gültiger Arbeitsrechte. Je mehr Menschen, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen faire Blumen kaufen, desto mehr Produzenten werden die Menschen- und Arbeitsrechte von BlumenarbeiterInnen respektieren“ erläutert Gertrud Falk den Zusammenhang von Konsum und Menschenrechten. (fian)

Kommentare (0)
Bisher sind keine Kommentare zu diesem Artikel erstellt worden.