Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

JKI: Mehr Unkraut auf Äckern wagen

Bis zum 29.2. findet in Braunschweig die 31. Arbeitsbesprechung über Fragen der Unkrautbiologie und -bekämpfung statt. Die "Unkrauttagung" wird vom Julius Kühn-Institut (JKI) ausgerichtet.

Erfassung von Unkrautdiversität auf Ackerflächen. Bild: Annika Behme/JKI.

Unkraut ist nicht gleich Unkraut, je nach Art, Dichte und Standort kann ein Befall auf Ackerflächen und in Obst- oder Rebanlagen durchaus geduldet werden. Doch wie entscheidet man, welche Unkrautart man toleriert, weil sie das Agrarökosystem bereichert und ab wann wird die Konkurrenz zu den angebauten Kulturpflanzen ertragsschädigend? Die 31. Arbeitsbesprechung über Fragen der Unkrautbiologie und –bekämpfung bietet die einzigartige Möglichkeit, solche Fragen zu diskutieren, sich über neue Forschungsergebnisse auszutauschen und innovative Verfahren für die Unkrautkontrolle vorzustellen. Die ab Dienstag (27.02.) im Braunschweiger Haus der Wissenschaft stattfindende Tagung, wird vom Julius Kühn-Institut (JKI) ausgerichtet, zusammen mit der Technischen Universität Braunschweig und dem Arbeitskreis Herbologie der Deutschen Phytomedizinischen Gesellschaft (DPG).

Die wissenschaftlichen Beiträge der so genannten „Unkrauttagung“ widmen sich in diesem Jahr auch dem aktuellen Schwerpunktthema Biodiversität. So beschäftigen sich die Beiträge mit der Frage, wie eine erhöhte Artenvielfalt bei Unkräutern zur Stabilität der Agrar-Ökosysteme beiträgt, etwa indem Bestäuberinsekten unterstützt oder nützliche Gegenspieler angelockt werden. Auch alternative, nicht-chemische Verfahren zur Unkrautkontrolle wie mechanische, physikalische und kulturtechnische Maßnahmen stehen im Fokus. Dazu gehören z.B. der Einsatz Kamera-gestützter Hacken und „hackender“ Roboter. Solche Verfahren zur mechanischen Unkrautentfernung sind ein wichtiger Beitrag, um den Einsatz chemisch-synthetischer Herbizide auf Ackerflächen zu reduzieren.

Diverse Aspekte des Themas Herbizidreduktion werden zudem in vier Workshops aufgegriffen. Neben den Auswirkungen auf die Biodiversität, wird es um die Förderung technischer Innovationen, die Auswirkungen auf die Entstehung von Herbizidresistenz und um wirtschaftliche und strukturelle Herausforderungen und Auswirkungen auf die landwirtschaftlichen Betriebe gehen. Natürlich beschäftigen sich die Beiträge auch mit Untersuchungen zu den grundlegenden Fragen der Unkrautbiologie und Populationsdynamik, also den klassischen Themen der Herbologie.
Die Veranstaltung richtet sich an interessierte Vertreterinnen und Vertreter der Hochschulen, der Industrie, Beratung und öffentlichen Verwaltung. Die Tagung versteht sich als Forum zum wissenschaftlichen Dialog. Die „Unkrauttagung“ findet 2024 bereits zum 7. Mal in Braunschweig statt und wird federführend von den Herbologinnen und Herbologen des in Brauschweig ansässigen JKI-Instituts für Pflanzenschutz in Ackerbau und Grünland organisiert. (JKI)

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