Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

JKI: Auf Woche der Umwelt in Berlin

Julius Kühn-Institut auf Woche der Umwelt im Park des Bundespräsidialamts in Berlin.

Zum Torfgewinn entwässerte Moore tragen zum CO2-Ausstoß bei. Bild: © N. Roesky/JKI.

Am 4. und 5. Juni 2024 findet im Park von Schloss Bellevue die „Woche der Umwelt" statt. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sowie die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) laden dazu nach Berlin. Das Julius Kühn-Institut (JKI) ist erstmals mit einem eigenen Stand zum Thema „Torfersatz ist Klimaschutz" als Aussteller (Stand Nr. 98) vertreten. Zudem ist das JKI als Mitaussteller an zwei weiteren Ständen (Nr. 90 + 96) beteiligt. Die Projekte wurden im Vorfeld von einer unabhängigen Jury zur Präsentation ausgewählt.

Blumenerden und Kultursubstrate basierten bis vor wenigen Jahren zum großen Teil auf Torf. Dieser ist über Jahrtausende aus Torfmoosen in Mooren gewachsen. Werden Moorböden entwässert, geben sie jedoch große Mengen CO2 ab. Deshalb soll ab 2030 weitestgehend kein Torf mehr im Erwerbsgartenbau verwendet werden. Im Hobbybereich soll Torf bereits ab 2026 nicht mehr eingesetzt werden. Torf ist jedoch schwer zu ersetzen, denn er hat sich mit seinen Eigenschaften im Gartenbau etabliert und bietet viele Vorteile. Deshalb erforscht das JKI an seinem Standort Braunschweig pflanzliche Alternativen aus regionalen Herkünften. Dazu zählen u.a. Holzfasern aus Laubgehölzen oder Fasernesseln, also Brennnesseln mit erhöhtem Fasergehalt.

Am JKI-Stand (Nr. 98) auf der Woche der Umwelt werden den Besuchenden Materialien vorgestellt, die als mögliche lokal verfügbare Torfersatzstoffe in Frage kommen. Zudem werden Pflanzenarten wie Rohrkolben oder Rohrglanzgras gezeigt, die auf wiedervernässten Moorböden als sogenannte Paludikulturen angepflanzt werden. Hier geht es darum, diese Flächen nach der Vernässung weiterhin produktiv zu nutzen, um etwa neue Bau- oder Dämmstoffe, Futterpflanzen oder sogar alternative Torfersatzstoffe zu erzeugen.

Da bisher kein Stoff allein Torf ersetzen kann, forscht das JKI zu den Interaktionen einzelner Torfersatzstoffe miteinander und trägt so dazu bei, die richtigen Mischungen für verschiedene Kulturpflanzen zu finden. Ziel ist die Produktion gesunder Kulturpflanzen, von der Wurzel- bis zur Blattspitze. (JKI)

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