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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Japankäfer: Erster Fund in Österreich
Der Japankäfer ist ein gefräßiger Geselle: Er schädigt über 400 unterschiedliche Pflanzenarten (Laubgehölze, Zier- und Obstgehölze, landwirtschaftliche Kulturen und Wiesen). In der Schweiz und in Italien hat er bereits Schäden verursacht. In den befallenen Gebieten der Region Lombardei (Italien) sind heuer die ersten Käfer ab Anfang Juni gefunden worden. In der Schweiz wurden die ersten Käfer im Befallsgebiet bei Zürich Mitte Juni in Fallen gefangen. Einzelne Käfer wurden im vergangenen Jahr mehrfach auch in Deutschland und in Slowenien gefunden. Im Juli wurde er nun erstmals in Vorarlberg nachgewiesen.
Es handelt sich dabei um ein Männchen. Das ist günstig, weil dieses Exemplar sicher keine Eier abgelegt hat. Nach Vorarlberg gelangt ist der Käfer wahrscheinlich als blinder Passagier im Auto: In unmittelbarer Nähe in Deutschland wurden bereits vergangenes Jahr Japankäfer in Fallen gefangen. Die molekularbiologische Bestimmung an unserem Nationale Referenzlaboratorium für Pflanzengesundheit - Insekten und Milben haben bestätigt, das es sich um den ersten Japankäfer in Österreich handelt.
Das frühzeitige Auffinden des Schädlings ist das wichtigste Werkzeug, um eine Ausbreitung des Schädlings rechtzeitig verhindern zu können. Der Käferflug hat im Juni begonnen. Über die Japankäfer-Meldeplattform können verdächtige Käfer-Funde gemeldet werden, z. B. wenn ein möglicher Japankäfer im Garten oder bei Spaziergängen, auf Feldern, in Wiesen oder nach der Rückkehr vom Urlaub aus Italien oder der Schweiz im Auto entdeckt wird.
In der Europäischen Union ist der Japankäfer als prioritärer Quarantäneschädling gelistet. Darunter versteht man Insekten, Milben, Viren, Bakterien, Pilze und invasive Pflanzen, die in der EU noch nicht auftreten oder noch nicht weit verbreitet sind. Das Auftreten dieser Schädlinge ist meldepflichtig.

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