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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IVG: Plädiert für mehr Ausgewogenheit
In einem aktuell veröffentlichten Positionspapier nimmt der Industrieverband Garten (IVG) Stellung zu dem Anfang September von der Bundesregierung verabschiedeten „Aktionsprogramm Insektenschutz“. Der Verband begrüßt die Initiative der Politik, sich im Kampf gegen das Insektensterben zu engagieren. Allerdings ist das Programm laut IVG im Hinblick auf strengere Regeln zum Einsatz von Pestiziden im Haus- und Kleingarten zu einseitig und unausgewogen.
Die von der Bundesregierung geplante Einschränkung notwendiger Pflanzenschutzmöglichkeiten wird dem IVG zufolge langfristig keine Erhöhung der Nützlingspopulation zur Folge haben, sondern vielmehr einen Anstieg der Schädlinge bei Kulturpflanzen begünstigen. Insektenschutz und Artenvielfalt werden aber nur nachhaltig und auf Dauer gesichert, wenn Insektenlebensräume qualitativ verbessert werden, betont der Verband. Daher müsse der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden im Haus- und Kleingarten auch in Zukunft möglich bleiben.
Die rund 35 Mio. Haus- und Kleingartenbesitzer in Deutschland leisten mit ihren Pflanzen und Grünflächen, die die Lebensgrundlage für Insekten bilden, einen nicht unerheblichen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt und damit auch zum Insektenschutz. Derzeit stehen ihnen für Schutz und Pflege ihrer Kulturpflanzen eine breite Auswahl an Produkten zur Verfügung, die ein naturnahes Gärtnern ermöglichen. Zudem werden biologische und chemische Pflanzenschutzmittel und Biozide angeboten, deren Zulassung, Vertrieb und Anwendung in Deutschland umfassend auf hohem Sicherheitsniveau geregelt sind.
Der IVG plädiert seit Jahren für das Konzept des „Integrierten Pflanzenschutzes“. Dieses sieht den Einsatz des chemischen Pflanzenschutzes, den Einsatz von Pestiziden, als notwendige dritte Säule, auf die nur zurück zugriffen wird, soweit zwingende Gründe dies erfordern. Nur so kann aus Sicht des Verbandes der Hobbygärtner seine Pflanzen sicher kultivieren. (IVG)

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