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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IVG: Absatz von Kultursubstraten eingebrochen
Das ist das Ergebnis der Erhebung von Absatz- und Produktionszahlen der Mitglieder im Industrieverband Garten (IVG) e.V. und in der Gütegemeinschaft Substrate für Pflanzen (GGS).
Der Anteil des verwendeten Torfes sank im Vergleich zum Vorjahr in den Profisubstraten außergewöhnlich stark von 77 auf 73%. Holzfasern sind dabei neben Torf der wichtigste Substratausgangsstoff, während sich der Einsatz von Kokosmaterialien im Vergleich zu 2022 verdoppelte. Der Anteil torffreier Erden am professionellen Gesamtmarkt stieg leicht auf 3,5%.
„Damit konnte der Gartenbau einen wichtigen Schritt in Richtung Reduzierung des CO2-Fußabdrucks von Substraten machen. Die Substratbranche befindet sich unverkennbar auf dem Weg, das Ziel der Selbstverpflichtung – nur noch 70% Torf in Profisubstraten bis spätestens zum Jahr 2030 – vorzeitig zu erreichen“, fasst Philip Testroet, Referatsleiter Gartenbau und Umwelt beim IVG, das Ergebnis zusammen. „Die Qualität der Ausgangsstoffe und damit der Kultursubstrate aus deutscher Produktion hat allerhöchste Priorität, dies zahlt direkt auf die Kultursicherheit ein.“
Mögliche Gründe für den Rückgang des Absatzes im Inland könnte der im Jahr 2023 etwas verzögerte Beginn der gartenbaulichen Produktionen sein sowie generelle Unsicherheiten in der Branche. Der weitere Rückgang im Exportgeschäft kann seine Ursachen in der verstärkten internationalen Konkurrenz haben, besonders aus den Niederlanden, sowie in einer weiteren Verlagerung von Produktionskapazitäten an sicherere Standorte. „Die Torfreduktion darf nicht mit der Brechstange auf Kosten ökonomischer Faktoren, also der Wirtschaftlichkeit der Betriebe gehen, die tagtäglich im internationalen Wettbewerb Bestand haben müssen“, so Testroet. „Fehlende Verfügbarkeit von Ersatzrohstoffen in den benötigten Qualitäten sind weiterhin ein Problem für die Torfreduktion, neben ganz einfachen produktionstechnischen und physikalischen Grenzen bei der Kulturführung und Vermarktung.“

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