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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IVA: Technologien sind Schlüssel zu ambitionierten Reduktionszielen
Bei den Einsatzmengen von Pflanzenschutz- und Düngemitteln in der deutschen Landwirtschaft gibt es erhebliches Einsparpotenzial, wenn bei deren Ausbringung konsequent auf moderne Technologien wie die Teilflächenapplikation gesetzt wird. Dieses Potenzial lässt sich zu relativ geringen Kosten heben. Politisch-regulatorische Maßnahmen dagegen können zwar zum Teil auch entsprechende Wirkung entfalten, sind aber mit erheblich höheren Kosten verbunden.
Das sind die zentralen Erkenntnisse einer Studie der HFFA Research GmbH im Auftrag des Industrieverbands Agrar e. V. (IVA), die jetzt vorgestellt wurde. Die Potenzialanalyse zeigt auf, mit welchen Maßnahmen und zu welchen Kosten die politisch formulierten Reduktionsziele für den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln realisiert werden könnten.
So entstehen beim Einsatz von Bandspritzen, mit denen 13% aller ausgebrachten Pflanzenschutzmittel eingespart werden könnten, sogar „negative Kosten“ – die Landwirte hätten also einen ökonomischen Vorteil, wenn sie auf diese Technologie umsteigen. Durch gezielte Teilflächenapplikationen können ebenfalls nennenswerte Einsparungen bei Pflanzenschutz- und Düngemitteln erzielt werden – zu moderaten Kosten von weniger als 30 Euro pro Hektar. Politische Maßnahmen wie die Ausweitung des Ökolandbaus oder Flächenstilllegungen können ebenfalls einen Beitrag leisten, allerdings zu deutlich höheren Kosten pro Hektar (bei der Ausweitung des Ökolandbaus bis zu 400 Euro/Hektar).
„Technologien – hier vor allem die Teilflächenapplikation und Bandspritzen – sind effiziente Mittel, um die Ziele der europäischen Farm to Fork-Strategie erreichen zu können. Struktur- und ordnungspolitische Maßnahmen können auch zu einer Einsparung von Pflanzenschutz- und Düngemitteln beitragen. Sie sind jedoch deutlich teurer für die Landwirtschaft und den Steuerzahler“, schloss Studienautor Dr. Steffen Noleppa, Geschäftsführer der HFFA Research GmbH.
In der Farm to Fork-Strategie im Rahmen des europäischen Green Deal hatte die Europäische Kommission das Ziel ausgegeben, bis 2030 Einsatz und Risiko chemischer Pflanzenschutzmittel um 50% sowie die Nährstoffverluste in der Düngung um 50% und den Düngemitteleinsatz um 20 Prozent zu reduzieren. Auch der Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung will den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel „ambitioniert reduzieren“ und setzt dabei neben anderen Maßnahmen auf die Digitalisierung.
„Wer den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln nachhaltig reduzieren will, ohne dabei die Produktivität zu gefährden, muss Smart Farming-Technologien in der Landwirtschaft auf breiter Basis fördern. Die führenden Unternehmen unserer Branche sehen sich in ihrer Strategie bestätigt. Sie werden weiter ihren Beitrag leisten und bis Ende des Jahrzehnts 10 Mrd. Euro in digitale Lösungen investieren“, erklärte IVA-Präsident Michael Wagner. (IVA)

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