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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IVA: Steigerung der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft
Bei einem Pressegespräch auf den DLG-Feldtagen betonte IVA-Präsident Wagner: „Steigende Lebensmittelpreise hierzulande und drohende Hungersnöte in ärmeren Weltregionen mahnen uns aber auch, die Ziele Klimaschutz, Biodiversitätsförderung und landwirtschaftliche Produktivität stets gleichzeitig zu denken. Die Transformation der Landwirtschaft wird nur gelingen, wenn wir diese Zielkonflikte auflösen können.“
Wagner verwies auf das vom IVA vorgestellte Konzept „Biodiversität gezielt fördern“, mit dem der Wirtschaftsverband im Mai einen Dialog mit Politik, Behörden, Naturschutzorganisationen und der Landwirtschaft gestartet hatte. In dem Diskussionspapier sind zahlreiche Maßnahmen aufgelistet, die der IVA auf seiner Parzelle auf den DLG-Feldtagen den Fachbesuchern präsentieren möchte. Dazu zählt die ökologische Aufwertung von sogenannten „Eh da“-Flächen, die Schaffung von Rohbodenhabitaten, Totholz- und Lesesteinhaufen, die Anlage von Blühstreifen am Rand der Ackerflächen oder sogenannte Lerchenfenster mitten in der Kultur.
Wagner sieht hier alle Akteure in der Pflicht, die Landwirtschaft bei der Ausgestaltung von Biodiversitätsmaßnahmen zu unterstützen: „Ein Schlüssel dazu liegt in der landwirtschaftlichen Beratung. Hier müssen amtlicher Dienst, Handel, Naturschutzorganisationen und die Betriebsmittelhersteller zusammenarbeiten. Den neuen Herausforderungen müssen wir auch mit einem neuen, ganzheitlichen Beratungsansatz begegnen“. Wo die Förderung der Biodiversität in einen Zielkonflikt mit dem Pflanzenschutz steht, müssten Wege aufgezeigt werden, die diesen Konflikt auflösen. Geeignete Möglichkeiten sieht Wagner dabei etwa in digitalen Lösungen, die den Landwirt in die Lage versetzen, Dünger und Pflanzenschutzmittel zielgenauer einzusetzen und damit zu reduzieren, ohne den Ertrag zu gefährden.
Mit seinem Engagement auf den DLG-Feldtagen hat der IVA den Bogen von der Theorie zur Praxis geschlagen. IVA-Referent Dr. Jörg Müller betonte im Rahmen eines Rundgangs über die IVA-Parzelle, dass es für die Förderung der Biodiversität maßgeschneiderte Lösungen bedürfe. „Die Herausforderungen sind regional sehr unterschiedlich. Mal sind die Bewirtschaftungseinheiten zu groß, mal ist das Spektrum der angebauten Kulturen zu eng. Umso wichtiger ist es, dass es einen Baukasten von Maßnahmen gibt, um Biodiversität regional angepasst zu fördern.“ (IVA)

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