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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IVA: Nutzen des Pflanzenschutzes im Aktionsplan stärker betonen
Auch trotz einer im Ganzen positiven Zwischenbilanz warnt der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vor einer sachfremden Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP). Die am NAP beteiligten Verbände und Organisationen treffen sich auf Einladung des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vom 14. bis 16. Juni 2016 in Potsdam zur Halbzeitbewertung.
„Die im Rahmen des Nationalen Aktionsplans zur Messung der Nachhaltigkeit des Einsatzes von Pflanzenschutzmitteln vorgesehenen Indikatoren zeigen, dass der Pflanzenschutz in Deutschland in den vergangenen Jahren insgesamt noch nachhaltiger geworden ist“, stellt IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler fest, und resümiert: „Wir sind damit auf einem guten und richtigen Weg.“
Der IVA begrüßt, dass sich der Nationale Aktionsplan konsequent um die Reduktion von Risiken dreht, die mit dem Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel einhergehen können. Die naive Vorstellung, dass man Risikoreduktion mit Mengenreduktion gleichsetzen kann, hat bei den mitwirkenden Fachleuten bisher keine Rolle gespielt. Der IVA hofft, dass das auch in Zukunft so bleiben wird.
„Als Manko haben wir schon angemahnt, dass der Nutzen des chemischen Pflanzenschutzes zu kurz kommt“, kritisiert Koch-Achelpöhler. „Es muss diskutiert werden, wie regulatorische Rahmenbedingungen zu gestalten sind, um die notwendige Wirkstoffvielfalt für die gute fachliche Praxis zu erhalten. Auch Zielkonflikte werden leider oft ausgeblendet: So werden bei Maßnahmen, die zu geringerer Flächenproduktivität führen, die Emissionen von Treibhausgasen je Ertragseinheit steigen. Im Nationalen Aktionsplan sollten daher auch Klimaaspekte Berücksichtigung finden“, so Koch-Achelpöhler weiter.
Für die Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans ist nach Ansicht des IVA ein klarer Fokus auf Innovationen im Pflanzenschutz, die zur Nachhaltigkeit beitragen, notwendig. Koch-Achelpöhler: „Die einseitige Konzentration auf eine Verbots- und Extensivierungsstrategie würde weder den Anwendern noch der Umwelt oder dem Verbraucher helfen. Der Nationale Aktionsplan darf nicht zum Pflanzenschutz-Verhinderungsplan werden. Er muss auch weiterhin einen ganzheitlichen Ansatz von Nachhaltigkeit verfolgen, der gleichermaßen und gleichberechtigt wirtschaftliche, soziale und Umweltaspekte berücksichtigt.“

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