Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

IVA: Fordert Reform des Zulassungssystems

Sondierungsgespräche in der Landwirtschaft - die neue Regierung muss Konsequenzen aus dem EU-Audit ziehen, sagt der IVA.

IVA fordert grundlegende Reform des Zulassung. Bild: GABOT.ssystems

Mit Blick auf die laufenden Sondierungsgespräche zum Themenfeld Landwirtschaft erinnert der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) an die dringend erforderliche Reform des Zulassungssystems für Pflanzenschutzmittel in Deutschland. „Dieses Thema muss vom Agrarressort in der nächsten Bundesregierung mit Vorrang angegangen werden“, mahnt IVA-Hauptgeschäftsführer Dr. Dietrich Pradt.

Pradt fordert Konsequenzen aus einem EU-Audit, das vor knapp einem Jahr veröffentlicht wurde. Dieses zeigte auf, dass die für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln zuständigen Behörden durchgängig gegen die Fristen der EU-Pflanzenschutzverordnung 1107/2009 verstoßen. Nicht ein Zulassungsantrag wurde in Deutschland bisher fristgemäß bearbeitet. Die Gutachter benannten auch die Ursache: Während in den meisten Mitgliedsstaaten der EU die Zuständigkeit für die Zulassung von Pflanzenschutzmitteln in einer zentralen Behörde liegt, sind in Deutschland die Aufgaben auf vier Behörden verteilt. Dadurch entstehen unweigerlich Reibungsverluste und Ineffizienz.

Mit Blick auf die zahlreichen Anträge für Pflanzenschutzmittel, die noch im Zulassungsstau festhängen, betont Pradt, dass das Problem nicht auf die lange Bank geschoben werden darf. Erfahrungen aus anderen europäischen Ländern, in denen das Zulassungsverfahren in der Hand einer Behörde liegt, sollten berücksichtigt werden. „In Zukunft sollte es nur noch eine, dem für Landwirtschaft zuständigen Ministerium unterstellte Institution geben, die auf wissenschaftlicher Basis alle Prüfbereiche bewertet. Um zu funktionieren, muss diese Institution politisch unabhängig und nicht weisungsgebunden sein“, so Pradt. 

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