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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IVA: Effiziente Produktion ist Schlüssel zu klimaschonender Landwirtschaft
Eine möglichst effiziente Nutzung natürlicher Ressourcen – insbesondere der begrenzten Ressource Agrarland – ist der Schlüssel zur Senkung von Treibhausgas-Emissionen im Pflanzenbau. Darauf weist der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) mit Blick auf die laufende UN-Klimakonferenz in Marrakesch hin. Eine Ausweitung des Ökolandbaus, der im Durchschnitt hierzulande etwa die doppelte Fläche für die Produktion der gleichen Erntemenge benötigt, ist aus Gesichtspunkten des Klimaschutzes nicht empfehlenswert.
Vergleicht man die Treibhausgas-Emissionen je Hektar Ackerfläche, so steht der Ökolandbau scheinbar besser dar, da flächenbezogen weniger Kohlendioxid oder Stickstoff freigesetzt wird. Entscheidend sind aber die spezifischen Emissionen je Produkteinheit, also der CO2-Fußabdruck einer Tonne Weizen – denn der ist bei ökologischer Produktion größer.
In einen in diesem Monat veröffentlichten Gutachten zu Klimaschutz-Maßnahmen in der Landwirtschaft weist der Wissenschaftliche Beirat beim Bundeslandwirtschaftsministerium auf dieses Problem hin. Eine Meta-Analyse von Anbauvergleichen hat ergeben, so das Sachverständigengremium, dass die Treibhausgas-Emissionen je Produkteinheit aus dem Ökolandbau dann höher sind, wenn dessen Flächenerträge um 20% oder mehr unter denen der konventionellen Produktion liegen.
In Deutschland liegt das Ertragsniveau bei den großen Ackerkulturen im Durchschnitt aber nur bei knapp der Hälfte der Erträge konventionell wirtschaftender Betriebe (z. B. Weizen: 43%, Gerste: 50%). Die Ertragsunterschiede hatte die HFFA Research GmbH im Auftrag des IVA auf Basis von Offizialdaten des Bundeslandwirtschaftsministeriums berechnet. „Deshalb kann die ökologische Landwirtschaft nicht als Klimaschutzmaßnahme empfohlen werden“, schlussfolgert auch der wissenschaftliche Beirat in seinem Klimaschutzbericht.
„Für wirksame Klimaschutz-Maßnahmen in der Landwirtschaft müssen wir uns von einer eindimensionalen Betrachtung verabschieden, die nur auf die Emissionen je Fläche schaut. Durch moderne Produktionsmittel wie Mineraldünger und Pflanzenschutzmittel steigern Landwirte ihre Erträge nachhaltig und senken so die spezifischen Emissionen ihrer Produkte“, kommentiert IVA-Hauptgeschäftsführer Volker Koch-Achelpöhler.

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