Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Italienische Baumschulen: Produktionswert steigt um 8,1%

Myplant & Garden kommentiert die neuesten Daten zur italienischen Blumen- und Pflanzenproduktion: "Die italienische Produktion übersteigt 3,5 Mrd. Euro und bestätigt damit den positiven Trend und einen historischen Rekord. Die Toskana überschreitet die Marke von 1 Mrd. Euro, während Ligurien zunehmend als 'Königin der Blumen' gilt. Das Wachstum ist in allen Regionen breit angelegt, auch wenn die steigenden Kosten die Gesamtdynamik belasten."

Die 11. Ausgabe der Myplant & Garden findet vom 17. bis 19. Februar 2027 statt. Bild: GABOT.

Im Vorfeld der nächsten Ausgabe im Februar 2027 bestätigt Myplant & Garden, Italiens führende internationale Fachmesse für die Bereiche Blumen- und Pflanzenproduktion, Garten und Landschaft, den positiven Trend beim Produktionswert des italienischen Gartenbaus.

Myplant & Garden: Italienischer Gartenbau erreicht neuen Rekord

Innerhalb von zehn Jahren (vom Start der Messe im Jahr 2015 bis heute) ist der Sektor von 2,5 auf 3,52 Mrd. Euro gewachsen und verzeichnet damit insgesamt ein Wachstum von mehr als 30 %. Der durchschnittliche jährliche Zuwachs beträgt 3,3% beim Blumenanbau und 3,1% bei der Baumschulproduktion. Dies ist das aktuellste Bild des italienischen Blumen- und Pflanzenproduktionssektors, das von Myplant & Garden auf Grundlage der Daten des ISTAT, des italienischen Statistischen Instituts, erstellt und veröffentlicht wurde.

Das Wachstum von 8,1% gegenüber dem Vorjahr“, erklären die Veranstalter, „führt den Sektor zu einem neuen historischen Höchststand. Das Wachstum erstreckt sich auf alle italienischen Regionen, in denen Zierpflanzen- und Baumschulproduktion in ähnlichem Maße zulegen. Im Einzelnen hat die Toskana die Marke von 1 Mrd. Euro überschritten, während Ligurien seine führende Position im Zierpflanzenanbau gefestigt hat. Mittelitalien bleibt die führende Produktionsregion, dicht gefolgt vom Norden. Dabei verzeichnet Nordostitalien die stärkste prozentuale Beschleunigung. Auf den Süden entfallen 23% der nationalen Produktion.“

Zierpflanzen- und Baumschulproduktion: Paralleles Wachstum

Im Jahr 2025 entfielen auf den Bereich Zierpflanzen, der Blumen und Topfpflanzen umfasst, 45,7% des Gesamtwertes. Er erreichte 1,64 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 8,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Baumschulproduktion machte 54,3% aus und erreichte 1,88 Mrd. Euro, ein Plus von 8,1%.

Toskana überschreitet 1 Mrd. Euro, Ligurien führend im Zierpflanzenbau

Die Toskana behauptet ihre Spitzenposition im regionalen Ranking und überschreitet allein mit der Baumschulproduktion die Marke von 1 Mrd. Euro (+8,2%). Damit entfällt auf sie mehr als die Hälfte der gesamten italienischen Baumschulproduktion.

Ligurien bestätigt seine klare Dominanz in der italienischen Zierpflanzenbau: Die Produktion von Blumen und Topfpflanzen in Ligurien näherte sich 500 Mio. Euro (+8,4%) und entspricht damit 30% der nationalen Produktion.

Mittelitalien behauptet seine Führungsposition, Nordostitalien beschleunigt

Mittelitalien bleibt die führende Produktionsregion und steht für fast 39% des nationalen Wertes (+8,2% gegenüber dem Vorjahr).

Auf Norditalien entfallen insgesamt knapp 38% des nationalen Gesamtwertes; die Region verzeichnet ein Wachstum von 8,7%. Innerhalb des Nordens legte Nordostitalien um 9% zu und damit stärker als Nordwestitalien, das dennoch ein solides Wachstum von +8,4% verzeichnete.

Der Süden, auf den rund 23% des nationalen Wertes entfallen, verzeichnete ein Wachstum von 7,4%.

Grün zwischen Markt und öffentlicher Gesundheit. Dialog mit den Institutionen

Die Blumen- und Pflanzenproduktion ist nicht nur ein wesentlicher spezialisierter Bestandteil der italienischen Landwirtschaft, sondern wird zunehmend zu einem strategischen Element der Umwelt- und Gesundheitspolitik.

Die Produktion von Blumen, Zierpflanzen und vor allem von Pflanzen für städtische Grünflächen bildet die Grundlage einer Wertschöpfungskette, die von der landwirtschaftlichen Produktion bis zur Planung, Umsetzung und Pflege von Parks, Gärten, Bäumen und grüner Infrastruktur reicht.

Die Blumen- und Pflanzenproduktion ist damit ein wesentliches Bindeglied beim Übergang zu grüneren, widerstandsfähigeren und gesünderen Städten. Ihre Bedeutung wird weiter zunehmen, da die öffentliche Politik städtische Grünflächen zunehmend als Instrument für Prävention, Wohlbefinden und Gesundheitsförderung anerkennt und damit zur Lebensqualität und zur Qualität des urbanen Raums beiträgt.

„Das Wachstum des Produktionswertes bestätigt die Stärke des italienischen Blumen- und Pflanzensektors, doch die Zahlen laden uns auch dazu ein, über den Rekord selbst hinauszublicken“, kommentiert Valeria Randazzo, Exhibition Manager von Myplant & Garden. „Der Wert steigt, gleichzeitig belasten die steigenden Preise die Gesamtdynamik. Umso interessanter ist es zu beobachten, wie sich die Produktionsgebiete entwickeln und wie die Unternehmen auf der Ebene von Wettbewerbsfähigkeit, Innovation und Erschließung internationaler Märkte reagieren.

Der Sektor verfügt weiterhin über eine starke Produktionskapazität und eine breit aufgestellte regionale Präsenz: Myplant & Garden ist der Ort, an dem diese Entwicklung vorgestellt, diskutiert und vor allem mit den nationalen und internationalen Märkten in Verbindung gebracht wird. Zugleich ist die Messe der von den Marktakteuren gewählte Ort des Dialogs, um die Entwicklung grüner Infrastrukturen besser zu planen, die Wohlbefinden, urbane Resilienz und öffentliche Gesundheit fördern können.“

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