Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

ISU: Vorstand wiedergewählt und erweitert

Die Mitglieder der Internationalen Stauden-Union (ISU) wählten am 8. August in NL-Nijkerk die fünf Vorstandsmitglieder jeweils einstimmig für eine volle bzw. halbe Amtszeit wieder: ISU- Präsident Aad Vollebregt aus den Niederlanden (2 Jahre), ISU-Vizepräsident Tomasz Michalik aus Polen (4 Jahre), Michel Le Damany aus Frankreich (2 Jahre), Gerben Tjeerdsma aus Schweden (4 Jahre) und Beate Zillmer aus Deutschland (2 Jahre).

Interessante Gärtnereien und Diskussionen, viel Kollegialität und gemeinsamen Spaß erlebten 40 Staudengärtner aus 10 europäischen Ländern und Canada bei den ISU Summer Days 2022 in den Niederlanden. Foto: ISU/Tina Banse.

Die unterschiedliche Amtszeit soll die Arbeitsfähigkeit des ISU-Vorstandes bei einem Wechsel sicherstellen. Neu in den Vorstand wurde Jana Holzbecherova aus Tschechien (4 Jahre) gewählt. Peter Heutinck aus den Niederlanden und Pascal Klenart aus Deutschland wurden ebenfalls einstimmig für eine volle Amtszeit als Kassenprüfer gewählt.

Die nächste Mitgliederversammlung wird bei den Summer Days 2024 in F-Angers stattfinden, weitere Summer Days sind 2026 in Schweden und 2028 in Deutschland geplant. Eine botanische Exkursion der ISU in die rumänischen Karpaten wird im Juni 2023 in zwei einwöchigen Touren von dem norwegischen Reiseführer Geir Moen geleitet. Die anwesenden Staudengärtner aus 10 europäischen Ländern sowie Canada diskutierten bei der Versammlung intensiv über die EU-Liste der invasiven Arten. Sie halten eine Zonierung aus fachlicher Sicht unbedingt für notwendig. Das invasive Verhalten einer Pflanze ist in der EU nicht einheitlich und nicht an Landesgrenzen gebunden, sondern zumeist an die Klimazonen. Aus gärtnerischer Sicht empfiehlt sich daher eine Zonierung nach Klima und nicht nach politischen Grenzen.

Zudem folgten sie dem Vorschlag des ISU-Vorstandes, 2023 ISU-Future Days im Raum Berlin auszurichten, um mit Experten über geeignete Sortimente und Maßnahmen für den Erhalt und die Verbesserung der Biodiversität zu beraten. Zudem sollen die Pflanzensortimente geprüft und ggf. erweitert werden, um in den sich immer weiter aufheizenden Städten und Gemeinden zu überleben und wichtige Funktionen wie Kühlung und Überflutung in Retentionsräumen leisten zu können.

Die ISU-Winter Days in Grünberg vom 10.-12. Februar 2023 plant aktuell Gerben Tjeerdsma. (ISU)

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