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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
IÖW: Kommunen ermuntern Bürger*innen zum naturnahen Gärtnern
Doch die meisten von ihnen könnten noch deutlich mehr für den Artenschutz erreichen als bisher, wie das Projekt gARTENreich zeigt. Mit Förderung durch das Bundesforschungsministerium hat der Forschungsverbund unter Leitung des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) Materialien zu naturnahem Gärtnern erstellt, mit denen nun immer mehr Kommunen ihre Bürger*innen informieren.
Bad Salzuflen, Bad Dürkheim, Düren, Erfurt und Gütersloh zeigen, wie es geht: Auf ihren Internetseiten finden Bürger*innen Informationen zur insektenfreundlichen Gartengestaltung. Dort erfahren Interessierte zum Beispiel in einem Video, dass es in Deutschland etwa 560 Wildbienenarten gibt, von denen mehr als die Hälfte gefährdet ist. Wie rettende Lebensräume im Garten entstehen, zeigen die Kommunen unter anderem mithilfe des gARTENreich-Einsteigerpakets.
„Egal wie klein ein Garten oder Vorgarten ist – für die Biodiversität in unserer Stadt sind diese Lebensräume wichtige Bausteine", sagt Beate Gahlmann von der Stadt Gütersloh. „Wir freuen uns über alle, die naturnahes Gärtnern ausprobieren möchten."
Wie divers sind Deutschlands Gärten?
Das Projekt gARTENreich hat 2024 2.000 Gartenbesitzer*innen befragt. Zugleich haben die Forschenden in 20 Projektgärten selbst nachgezählt, wie viele Pflanzenarten es je nach Gartengestaltung gibt.
„Im Schnitt liegen die deutschen Gärten im Mittelfeld, was die Ausstattung mit biodiversitätsfördernden Elementen angeht. Es gibt also noch deutliches Verbesserungspotenzial", so Projektleiterin Alexandra Dehnhardt vom IÖW. „Viele Menschen wissen jedoch gar nicht, wie sie ihren Garten artenreich gestalten können." Der „Selbsttest zum Zustand der Biodiversität im Garten" hilft bei einer ersten Einschätzung.
Vielfalt durch Mini-Lebensräume
Das Projekt gibt Tipps, wie mehr Natur im Garten möglich ist, ohne ihn vollständig umzugestalten. „Der beste Weg zu einer hohen Artenvielfalt ist ein bunter Mix aus Lebensräumen – etwa eine Hecke, etwas Totholz, sonnige sowie schattige Blumenbeete und ein kleiner Teich", sagt Dehnhardt. Wer solche Bausteine umsetzen möchte, findet dazu Schritt-für-Schritt-Anleitungen.
Heimische Pflanzen
Viele Tiere haben sich auf bestimmte Wildpflanzen spezialisiert. „Saatgut und Pflanzen mit dem Etikett ‚bienenfreundlich' sind nicht automatisch für Wildbienen geeignet", erklärt Jessica Rusch vom NABU. „Wichtig für Insekten und Vögel sind heimische Wildpflanzen – und zwar nicht nur Wildblumen, sondern auch heimische Stauden und Sträucher." Die gARTENreich-Pflanzensteckbriefe helfen bei der Auswahl: Sie zeigen, welche Arten sich an welchem Standort eignen und für welche Tiere sie nützlich sind. Die wilde Malve etwa steht gern sonnig und ist gut für Wildbienen. Engelwurz gedeiht auch im Halbschatten und ist zusätzlich für Käfer- und Fliegenarten wichtig.
Schonende Pflege
Wie sieht eine naturnahe Gartenpflege aus? Mit einer Broschüre bietet das Projekt Orientierung: Erlaubt sind Kompost, organischer Dünger und torffreie Erde. Pestizide hingegen sind tabu: Sie schaden nicht nur Blattläusen und Co., sondern auch ihren Fressfeinden wie Marienkäfern und kleinen Singvögeln. Ebenso sollten Stängel von Stauden erst im Frühling zurückgeschnitten werden, weil darin Insekten überwintern.
Webinar für Interessierte
Am 22. Mai 2025 ab 18:00 Uhr können sich Gartenbesitzer*innen in einem Webinar des Projekts weitere Tipps holen und Fragen stellen.
Auch für Kommunen bieten die Forschenden Webinare an. Darin erfahren sie, wie sie die Projektergebnisse nutzen können, um für naturnahes Gärtnern zu begeistern.

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