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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Invasive Arten: Pennisetum und Gunnera nicht gelistet
Die Europäische Kommission hatte bis zum 29. März 2017 aufgerufen, an einer Konsultation zu einem ersten Update der EU-Liste über invasive, gebietsfremde Arten teilzunehmen. Der Zentralverband Gartenbau e. V. (ZVG) hat sich an dieser Konsultation beteiligt. Insbesondere eine zukünftige Listung der Arten „Pennisetum setaceum“ sowie „Gunnera tinctoria“ hat der ZVG aufgrund ihrer Bedeutung für den gärtnerischen Fachhandel abgelehnt.
Pennisetum haben als Containerpflanze für den gärtnerischen Fachhandel größere Bedeutung, insbesondere im Zierpflanzenbau. Eine Verbreitung ist nur in Gebieten Spaniens, der balearischen und kanarischen Inseln zu befürchten. Eine unionsweite Invasion kann ausgeschlossen werden und eine unionsweite Bedeutung ist nicht erkennbar. Zudem muss festgestellt werden, dass Pennisetum setaceum im Großteil des Unionsgebiets nicht winterhart ist und daher eine Invasion bzw. Verdrängung anderer Arten ausgeschlossen werden kann. Ferner werden Hybride von Pennisetum setaceum gehandelt, welche sterile Züchtungen sind.
Auch eine Listung von Gunnera tinctoria hat der ZVG abgelehnt. Gunnera tinctoria entspricht nicht den Kriterien wie sie in der Verordnung 1143/2014 für invasive Arten mit unionweiter Bedeutung gelistet sind. Es wird nur von einem moderaten Risiko ausgegangen, und dies auch nur für Gebiete wie Großbritannien, Irland und ggf. dem Nordwesten der Iberischen Halbinsel. Auch für Gunnera tinctoria gilt, dass sie nicht winterhart ist und daher eine Invasion bzw. Verdrängung anderer Arten ausgeschlossen werden kann.
Der ZVG wird sich auch bei weiteren Updates der Liste, die bereits von der EU-Kommission angekündigt sind, kritisch in die Listung solcher Arten einbringen, die für den gärtnerischen Fachhandel von Bedeutung sind. (ZVG)

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