Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Insolvenz: Waibel Produktions GmbH

Der Alpenländische Kreditorenverband (AKV) gibt bekannt, dass über das Vermögen der Waibel Produktions GmbH (FN 573484i) ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Feldkirch beantragt wurde.

Über das Vermögen der Waibel Produktions GmbH wurde ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung beim Landesgericht Feldkirch beantragt. Bild: GABOT.

Unternehmensdaten

Die Antragstellerin ist eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Mäder und der Geschäftsanschrift Leha 1, 6841 Mäder. Unternehmensgegenstand ist die landwirtschaftliche Produktion, insbesondere die Erzeugung und der Vertrieb von Blumen und Pflanzen, ergänzt um
Handels- und Vermietungstätigkeiten.

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2022 gegründet und hat den Betrieb eines zuvor bestehenden landwirtschaftlichen Einzelunternehmens übernommen.

Die Antragstellerin wird von ihrem Geschäftsführer Marco Waibel vertreten. Gesellschafter sind die Craspedia Holding GmbH mit 94,9 % sowie Erich Waibel mit 5,1%.

Insolvenzursachen / Vermögenslage

Die Gründe für das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz führt die Antragstellerin auf eine Kombination mehrerer wirtschaftlicher Belastungsfaktoren zurück. Insbesondere hätten stark gestiegene Lohn- und Energiekosten seit den Jahren 2022 bis 2026, erhebliche Verzögerungen sowie Kostenüberschreitungen bei umfangreichen Bauprojekten und eine verschärfte Wettbewerbssituation durch günstigere Importware aus den Niederlanden maßgeblich zur wirtschaftlichen Schieflage beigetragen.

Hinzu komme eine aufgrund inflationsbedingter Kaufkraftverluste reduzierte Nachfrage, wodurch notwendige Preissteigerungen nicht durchgesetzt werden konnten. Zudem blieb das geplante Geschäftsvolumen aus den neu geschaffenen Verkaufsflächen deutlich hinter den Erwartungen zurück, was insbesondere die Tragfähigkeit der Investitionen beeinträchtigte.

Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 17 Dienstnehmer betroffen.

Gemäß den vorliegenden Unterlagen sind von diesem Verfahren derzeit 31 Gläubiger mit Forderungen von rund 16,6 Mio. Euro betroffen.

Als Vermögenswerte sind insbesondere umfangreiche Immobilien sowie betriebliche Anlagen und Grundstücke vorhanden, die allerdings großteils mit Pfandrechten und anderen Lasten belastet sind.

Weitere Vorgangsweise

Eine Unternehmensfortführung wird angestrebt. Die Antragstellerin beabsichtigt, das Unternehmen im Rahmen eines Sanierungsverfahrens zu restrukturieren und ihren Gläubigern einen Sanierungsplan anzubieten, der eine Quote von zumindest 20% binnen zwei Jahren, vorsieht.

Das Sanierungskonzept sieht insbesondere die Einstellung der landwirtschaftlichen Produktion sowie des Handelsgeschäfts, die Verwertung von Immobilien und Vermögenswerten und eine Konzentration auf verbleibende Geschäftsbereiche vor

Forderungsanmeldungen können ab sofort über den AKV angemeldet werden. (Quelle: AKV EUROPA - Alpenländischer Kreditorenverband)

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