Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Innovation: Intelligenter Blumentopf erkennt Schädlinge

"Achtung Spinnmilbenbefall erkannt" - so oder ähnlich könnte die Mitteilung heißen, die Gartenbauerinnen und Gartenbauer auf ihrem Smartphone erhalten. Dank des mobilen Monitoring- und Datenmanagementsystems "Smart-Checkpots" erfassen spezielle Sensortöpfe Schädlings-, Temperatur- und Feuchtigkeitsdaten und übermitteln diese in ein webbasiertes Programm.

Innovation im Gewächshaus: Der intelligente Blumentopf. Bild: Hochschule Osnabrück.

Der Prototyp hat sich bei Versuchen im Gewächshaus bereits bewährt. Das Projekt wurde vom Innovationsprogramm des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) gefördert und von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) betreut.

Die komplexe Entwicklungsarbeit der „Smart-Checkpots“ erforderte die Mitarbeit von unterschiedlichen Experten: Unter der Koordination der Hochschule Osnabrück entwickelten die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen und das Julius-Kühn-Institut gemeinsam mit den Industriepartnern Escarda Technologies GmbH, GeoInformationsDienst GmbH und iotec GmbH die innovativen Sensortöpfe.

KI-gestützter Sensortopf, der mitwandert

Die smarten „Blumentöpfe“ haben eine vielfältige sensorische Ausstattung: Farbklebetafeln, Sendefunktionstechnik, Klimasensorik für den Feuchtigkeitsgehalt sowie Temperaturmessungen ermöglichen es Gartenbauerinnen und Gartenbauern ihr Gewächshaus auch aus der Ferne im Blick zu haben. Ein weiterer wichtiger Teil ist die digitale Bildauswertung, die Schädlinge mittels KI bestimmen kann. Durch das kompakte Design in Form eines „Blumentopfs“ können die „Checkpots“ leicht versetzt werden, falls die jeweilige Pflanze während der Wachstumsphase verschiedene Standorte benötigt. So können die Auswirkungen der wechselnden mikroklimatischen Bedingungen und die unterschiedlichen Schädlingsvorkommen konstant erfasst werden.

„Smart-Checkpots“ lernen weiter

In Praxisversuchen wurden mehrere Prototypen des „Smart-Checkpots“ als Schwarm in Gewächshausanlagen verteilt. Diese erkannten bereits etwa 80% der Insekten in den einzelnen Insektenklassen. Auch die Fangquote über die Klebetafeln erwies sich für ein frühzeitiges Monitoring als geeignet. Bisher kann der Sensortopf vier Schaderregergruppen identifizieren, weitere Schädlinge werden nach und nach mit den nächsten Ausbaustufen integriert. Auf dem „Lernplan“ des „Smart-Checkpot“ steht ebenso die Arbeit bei Nacht, um Fehler in der Bilderkennung bei ungünstiger Sonneneinstrahlung zu vermeiden. Für das Erreichen der finalen Praxistauglichkeit stehen noch letzte Tests in gartenbaulichen Betrieben an.

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