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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Im Interview: Urs Brändli
20% mehr Bio-Absatz, Weltrekord beim Pro-Kopf-Konsum. Lief das Jahr 2020 für Bio Suisse marktmäßig perfekt?
Urs Brändli: Es war vom Absatz her sicher ein fantastisches Jahr. Schlussendlich bedrückt und belastet die Corona-Situation dennoch. Deshalb sind wir auch nicht in Jubelstimmung. Wir freuen uns aber enorm über die Zunahme. Sie zeigt deutlich, dass die Leute eher zu Bio greifen, wenn sie die Wahl haben und sich nicht außer Haus verpflegen müssen.
Wird der Trend zu mehr Nachhaltigkeit anhalten, wenn die Pandemie vorbei ist?
Davon bin ich völlig überzeugt. Wir haben weltweit drängende Probleme wie Klimawandel, Biodiversität oder Gewässerverschmutzung. Es kommt eine neue Generation, die sich stark mit diesen Themen auseinandersetzt. Vor der Corona-Pandemie war diese sehr aktiv und ging auf die Straße. Diese Jungen zeigen sich jetzt mit den Älteren solidarisch und nehmen Rücksicht. Sie erwarten, dass die Älteren sich dann auch solidarisch gegenüber unserer Zukunft verhalten. Diese Entwicklung wird auf jeden Fall weitergehen.
Sie haben den Außer-Haus-Konsum erwähnt. Bio Suisse setzt den Fokus dort auf die Gemeinschaftsgastronomie. Weshalb?
Beispiele aus dem Ausland zeigen, dass dort am schnellsten Erfolge erzielt werden können. Erstens geht es um eine große Anzahl an Essen, die in Schulen, Spitälern oder Heimen jeden Tag konsumiert werden. Und zweitens hat in diesem Bereich die Politik einen großen Einfluss. Gerade Städte sehen immer mehr, dass sie nicht nur bei Verkehr oder Energie einen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit machen müssen, sondern auch beim Konsum. Sobald Politik und Institutionen das erkennen, können große Erfolge erzielt werden.
Und die normale Gastronomie ist für Bio zu preissensitiv?
Da sind jede Beiz und jedes Restaurant ein Fall für sich. Es hat sich aber in den letzten Jahren auch dort viel geändert. Es gibt immer mehr Gastronomen, die ihren Gästen für die Herkunft der Produkte Gewähr bieten wollen. Ein erster Schritt sind dort meist regionale Produkte. Wenn Gastronomen sehen, dass Bio-Produkte gut ankommen, dann werden auch immer mehr diesen Weg gehen. Der Trend ist natürlich langsamer als in der Gemeinschaftsgastronomie, da nicht tausende Menüs auf einmal umgestellt werden können.
Vielen Dank!

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