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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Im Interview: Kerstin Dallmann
Frau Dallmann, Sie sind seit 1999 aktiv bei Bundesgartenschauen, seit 2015 auch als Hauptgestalterin dabei. Wie hat sich ihre Arbeit in dieser Zeit verändert?
Heute wollen Besucher nicht nur Pflanzen sehen, sondern auch die dazugehörige Floristik und sie wollen auch Informationen mitnehmen. Auf die BUGA kommen ja Leute, die verrückt nach Blumen sind.
Wie sind Sie an die Gestaltung der „Blütengarten“-Schau herangegangen?
Wir haben uns die Frage gestellt, wie ein Garten in Zukunft aussehen könnte. Dann haben wir das versucht umzusetzen, auch wenn wir vor allem sehr viele kleine Flächen dafür hatten, denn rund 40% der Pflanzfläche in der Halle wird von Dauergrün eingenommen.
Mir ging es auch darum, die Komplexität des Themas zu zeigen. Deshalb bilden wir den Lebenszyklus der Biene in allen Phasen ab und zeigen, was alles durch den Garten krabbelt und dafür sorgt, dass die Pflanzen bestäubt werden und unser Tisch reich gedeckt ist.
Wir stellen auch eine historische Imkerei aus, die heute verstärkt in Privatgärten zu finden ist. Ich gehe davon aus, dass es bald in jedem Garten ein Bienenhotel gibt. Adams Gärtnerei züchtet z.B. Kräuter für Imker. Für die Hallenschau hat Herr Adam extra den Strauchbasilikum im Sommer zurückgeschnitten, damit er jetzt blüht.
Was macht für Sie den Blütengarten der Zukunft aus im Vergleich zur Gegenwart?
Ich beobachte, dass der Trend zu Sedum und kleinteiligen Gewächsen, aber auch zu großen Kübeln geht. Gefragt ist neben bienen- und insektenfreundlichen sowie trockenheitsverträglichen Pflanzen auch bunte Üppigkeit. Wir haben z.B. einen Garten aus Gaura, Lobelia und Heuchera kreiert, die Dürre und Starkregen vertragen. Interessant für Insekten sind auch blühende Gräser.
Was schätzen Sie besonders an der Zusammenarbeit mit den Gartenbaubetrieben?
Es ist eine sehr wertschätzende und auch humorvolle Zusammenarbeit, besonders, wenn man sich schon lange kennt. Ich erlebe dabei so manche Überraschung, wenn die Ware geliefert wird und plötzlich Luftballons für die Ballonheide oder eine Figur von Biene „Willi“ für die Präsentation im Karton liegen. Besonders beeindruckt hat mich die Leistung der Heidegärtnerei Grünberg, die eine große Vielfalt anbieten. Denn dahinter stehen allein zwei Personen, ein Ehepaar.
Vielen Dank!

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