Krieg in der Ukraine

Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.

Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.

Nachrichten zum Ukraine-Krieg

Im Interview: Ingrid Theurich

Ingrid Theurich ist freiberufliche Landschaftsarchitektin und Gestalterin und gewinnt bei der 18. Hallenschau der Bundesgartenschau in Mannheim eine Große Goldmedaille.

Hallengestalterin Ingrid Theurich. Bild: © Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft.

Frau Theurich, in dieser Hallenschau stecken so viele Themen rund um Thüringen. Wie schwierig war es, all diese Aspekte umzusetzen?

Am Anfang aller Überlegungen stand natürlich der Leitfaden, der schon viel vorgegeben hat. Ich habe mir erlaubt, die Themen Wald, Kulturgeschichte, Mythen und Aberglaube noch um den Aspekt zu ergänzen, dass in Thüringen der Erwerbsgartenbau durch Christian Reichart begründet wurde. Der Erfurter Gartenbaupionier lebte von 1685 bis 1770. Er machte Erfurt als Gartenbau- und Blumenstadt berühmt. Diese Gedanken habe ich erst einmal eine Weile mit mir herumgetragen. Ich prüfe, welche Verbände und Betriebe ins Konzept passen, und überlege, wie ich die Halle räumlich gestalte. Dabei plane ich so detailliert wie möglich, weil ich ja dementsprechend bei den Betrieben bestellen muss. Da es sich um die Verbandsschau des Thüringer Gartenbaus handelt, versuche ich, dass auch möglichst alle darin vertreten sind.

Konnten Sie in Mannheim ihr Konzept eins zu eins umsetzen?

Wie gesagt, eine Detailplanung ist wichtig, aber manches ändert sich auch noch. Nicht vorhersehbar ist beispielsweise, wenn Hagelschlag die Pflanzschalen kurz vorher zerstört oder Schädlinge ihr Werk tun. Mit solchen Unwegbarkeiten muss man klarkommen. Aber eines steht auch fest: Eine umfangreiche Hallenschau wie diese ist keine Einzelleistung. Ich bin nichts ohne das Team. Wir haben in Mannheim von Montag bis Freitag zu sechst aufgebaut. Die Hallenschau bleibt bis zum Ende der BUGA, daher muss das eine oder andere noch zwei-, vielleicht sogar dreimal ausgetauscht werden, damit alles bis zum 8. Oktober so schön anzuschauen bleibt.

Gemeinsam mit dem egapark-Aufbauteam haben Sie eine Große Goldmedaille für die Gesamtgestaltung gewonnen. Wie wichtig ist dieser Preis für Sie?

Für mich ist in erster Linie wichtig, dass mein Konzept für die teilnehmenden Gärtner*innen in Ordnung ist und unsere Hallenschau die Besucher*innen anspricht. Seit 1995 richte ich im Auftrag des Gartenbauverbands Thüringen auf Bundesgartenschauen die Hallenschauen aus. Mannheim ist meine letzte, denn ich gehe in den Ruhestand. So gesehen verspüre ich persönlich keinen Leistungsdruck mehr. Das Ganze mit einer Großen Goldmedaille abschließen zu können, freut mich natürlich schon.

Vielen Dank!

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