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Krieg in der Ukraine
Der seit 2014 andauernde und vor Kurzem eskalierte Konflikt in der Ukraine wirkt sich auf alle Teile unserer Gesellschaft und Wirtschaft aus. Auch der Gartenbau, Obst- und Gemüseerzeuger, Importeure, Maschinenhersteller und viele weitere Bereiche der Grünen Branche spüren die Auswirkungen des Krieges. Einige europäische und internationale Unternehmen unterstützen solidarisch die Ukraine und die vielen tausende Flüchtenden Menschen, die Anderenorts Schutz suchen.
Hinweis der Redaktion: In diesem Dossier finden Sie gesammelte Meldungen von Unternehmen, Organisationen oder anderen Akteuren, die im Zusammenhang mit dem bewaffneten Konflikt ihre Auswirkungen feststellen oder ihre Reaktion darstellen.
Nachrichten zum Ukraine-Krieg
Ikea: Unbefristetes Rückgaberecht - außer bei Pflanzen
Das schwedische Möbelhaus Ikea nimmt ab dem 1. September Ware ohne zeitliche Befristung zurück. Auch gebrauchte Möbelstücke können nach Vorlage des Kassenbelegs umgetauscht werden. Dies berichtet die "Lebensmittel Zeitung" (dfv Mediengruppe).
Der Punkt „Dein Rückgaberecht“ im neuen Ikea-Katalog, der dieser Tage an 26,8 Mio. Haushalte verschickt wird, beinhaltet die Revolution eines nahezu unbeschränkten Rückgaberechtes: „Wir verzichten ab sofort auf eine zeitliche Befristung und auch gebrauchte Artikel können jederzeit zurückgegeben werden“, bestätigt Jürgen Nowatzki, Deutschland-Leiter Customer Relations bei Ikea, gegenüber der "Lebensmittel Zeitung". Ausgenommen sind lediglich zugeschnittene Waren, Pflanzen und Fundgrubenartikel.
Bislang konnten die Ikea-Kunden in Deutschland originalverpackte Ware 90 Tage lang gegen Kassenzettel oder Rechnung umtauschen. In Dänemark und Norwegen gibt es das unbeschränkte Rückgaberecht bereits seit gut drei Jahren. In Großbritannien und Spanien wird zum neuen Geschäftsjahr ein 360-tägiges Rückgaberecht gelten. Jedes Land entscheidet nach den Gegebenheiten vor Ort, wie es mit dem Thema verfährt, heißt es aus der Zentrale in Wallau.
„Wir haben die Befristung der Rückgabe intern diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass es für unsere Kunden und für uns das Einfachste ist, auf sämtliche Beschränkungen zu verzichten“, sagt Nowatzki. Für die kulante Regelung sei weniger die neue Online-Konkurrenz als vielmehr die etablierten, stationären Wettbewerber verantwortlich, die Ikea mit 100 oder 120 Tagen Rückgaberecht überholten.
Die Neuregelung steht jedoch auch im Zusammenhang mit dem wachsenden Onlinegeschäft. „Das Retourenhandling gewinnt für uns an Bedeutung“, räumt Nowatzki ein. Durch Rückgaben von Internetbestellungen in den Filialen, sammelt sich in den Möbelhäusern ein immer größeres Volumen von Rückläufern an. Von einer Retourenquote von 6% im stationären wie im Onlinegeschäft spricht Nowatzki, gemessen an den Einkäufen. Bezogen auf den Umsatz liege die Quote bei jeweils 2 bis 3%. Durch die großzügige Kulanzregelung rechnet der Serviceverantwortliche mit einer Zeitersparnis von 20% für das Personal in den Call-Centern und an den Rücknahmestellen im Möbelhaus. (DLV)

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